Leserbriefe

"Was hat er für Berlin getan?"

Herr Wowereit erhält das Bundesverdienstkreuz, weil er seinen gut bezahlten Job über zehn Jahre hinweg mehr oder weniger gut erfüllt hat. Wo sind die Bundesverdienstkreuze für die vielen schlecht bezahlten Krankenschwestern, Altenpfleger, Ärzte, Feuerwehrleute und Polizisten, die sich 35 Jahre hervorragende Dienste für das Gemeinwohl erworben haben?

Detlef Eichhorn, Britz

Ein amtsmüder Regierender Bürgermeister erhält eine Auszeichnung für eine Tätigkeit, für die ihn seine Bürger gewählt haben, umsonst heißt es im Amtseid nicht "... seinen [des Volkes] Nutzen mehren ..." Bei der Begründung müsste jeder Polizist in Berlin ein Bundesverdienstkreuz erhalten. Für mich ist das eine erneute Entwürdigung des höchsten deutschen Verdienstordens.

Kristopher Jurk, per E-Mail

Das ist schon ein dolles Ding, dass Klaus Wowereit das Bundesverdienstkreuz erhält. Für welche Verdienste um das Gemeinwohl? Für die Schließung des Flughafens Tempelhof? Für seine Rolle im Zusammenhang mit den Flugschneisen beim neuen Schönefelder Flughafen? Es gibt Tausende von Mitbürgern, die ihre Arbeit besser und gemeinnütziger als Klaus Wowereit machen und die das Bundesverdienstkreuz zigmal eher verdient hätten.

Eberhard Dittmann, per E-Mail

Ich versuche, intensiv zu verstehen, wofür ein Herr Wowereit eigentlich diesen Verdienstorden erhalten soll. Weil er gegen den Bürgerwillen einen Traditionsflughafen schließt? Weil mit seiner Genehmigung denkmalgeschützte Bauten wie zum Beispiel die Deutschlandhalle abgerissen werden? Und weil er es hervorragend versteht, vor Wahlen eine sonst nicht an ihm erkennbare Emsigkeit an den Tag zu legen. Dafür das Verdienstkreuz, was ist diese Auszeichnung eigentlich wert? An Verdienste für das Gemeinwohl in Berlin kann ich mich bei diesem Bürgermeister nicht erinnern!

Klaus Hennig, Grunewald

Bestehen die Verdienste von Klaus Wowereit denn darin, möglichst viele Partys, Feten und ähnliche Veranstaltungen besucht zu haben? Soll das einen vorbildlichen Charakter darstellen? Oder ist es der Umstand, bei Schieflagen der eigenen Regierungsarbeit die Verantwortung in welches Ressort auch immer zu verschieben. Alle Menschen, die diese Auszeichnung für tatsächliche Arbeit im Sinne der Gemeinschaft erhalten haben, müssen sich veralbert vorkommen.

I.H. Korn, per E-Mail

Wieso bekommt Herr Wowereit das Bundesverdienstkreuz? Dieser Mann hat das Bundesverdienstkreuz bestimmt nicht verdient. Probleme werden nicht zur Kenntnis genommen, und die Wirtschaft wird links liegengelassen. Dafür wird er auch noch mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt. Armes Berlin.

Renate Rohrer, per E-Mail

Wer ist denn bitte auf diese Idee gekommen? Was tut denn Herr Wowereit für Berlin? Sogar Ausstellungen und Veranstaltungen für den einfachen Bürger, wie das Bikertreffen, lehnt er ab. Es gibt viele Dinge, die in dieser Stadt nicht mehr laufen.

Regina Kühne, per E-Mail

Das Bundesverdienstkreuz wird für herausragende Leistungen im Sinne des Allgemeinwohls verliehen. Diese muss man bei Herrn Wowereit lange suchen. Gewählt von der Hälfte der wahlberechtigten Berliner, hat er zumindest die anderen in den letzten zehn Jahren regelmäßig vor den Kopf gestoßen und ihre Interessen missachtet.

Ralf Drescher, per E-Mail

Deutschland sollte sich kritisch mit der Kernenergie befassen

Zum Artikel: "Weltweite Sorge vor Super-GAU in Japan" vom 13. März

Angela Merkel hat in einem Punkt recht. Denn bei der Katastrophe in Japan handelt es sich wirklich um ein einschneidendes Ereignis, das der Welt vor Augen führt, was im schlimmsten Fall passieren kann, wenn der Mensch auf eine Technik setzt, die er nur unzureichend beherrschen kann. Deshalb sollte sich Deutschland wesentlich kritischer mit der Materie Kernenergie befassen und zumindest jene Reaktoren stilllegen, die wie Neckarwertheim selbst in erdbebengefährdeten Regionen liegen.

Rasmus Helt, per E-Mail

Nicht der Mensch beherrscht die Natur, sondern umgekehrt! Das hat die Katastrophe in Japan wieder einmal gezeigt. Erdbeben, Tsunami und jetzt auch noch der atomare GAU - wir sollten jetzt eine Denkpause einlegen und uns nicht in zu großer Sicherheit wiegen. Jetzt ist die Stunde des Mitgefühls, der Anteilnahme und Hilfe. Es ist der falsche Zeitpunkt, das Thema "Kernkraft" für bestimmte Zwecke zu instrumentalisieren.

Christian Lukner, per E-Mail