Leserbriefe

"Mummenschanz Ewiggestriger"

Sehen wir das Ganze doch locker. Es war nicht viel mehr als ein Mummenschanz von DDR-Mümmelgreisen. Menschen, die außer ihrer Parteibuchkarriere in der Armee eines Unrechtsstaats keinerlei Lebensleistung vorzuweisen haben, feiern sich selbst. Warum feiern denn fast ausschließlich Generäle und höhere Offiziere? Fast alle Wehrpflichtigen, und das war der Hauptpersonalbestand dieser sogenannten Volksarmee, fanden es im Gegensatz zu den Kommandeuren beim roten Barras weniger toll. Und auf eine Party mit ihren ehemaligen Antreibern können die früheren einfachen Soldaten gerne verzichten.

Ralf Drescher, per E-Mail

Was die Ewiggestrigen inklusive des Erzkommunisten Heinz Keßler im Tierpark aufführten, muss auf jedes SED-Opfer und jeden Demokraten wie ein Schlag ins Gesicht gewirkt haben. Eine adäquate Veranstaltung deutscher Offiziere des Zweiten Weltkrieges zu DDR-Zeiten hätten die Stasi-Gerichte mit Haft geahndet. Als ehemaliger DDR-Bürger erwarte ich, dass diesen Gewinnern der Einheit mit ihren hohen Renten solche Selbstdarstellungen untersagt werden. Der Pächter der Cafeteria hätte eine derartige Veranstaltung ablehnen müssen. Da mir bekannt ist, dass ähnliche Kameradschaftstreffen ehemaliger Stasi-Offiziere, FDJ-Funktionäre und unverbesserlicher Kommunisten stattfinden, sollte sich die Justiz Gedanken machen, wie solche Provokationen zu verhindern sind.

Dietrich Neugebauer, Friedrichsfelde

Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit unterstützen

Zum Artikel: "Gaddafi schickt einen Gesandten zum EU-Gipfel" vom 10. März

Vor der Haustür Europas spielt sich ein blutiger Bürgerkrieg ab. Es wäre längst nötig gewesen, den schönen Worten unserer Politiker Taten folgen zu lassen und den Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit zu unterstützen, notfalls militärisch. Aber auch so agiert die EU sehr hilflos, ein Zeichen, dass keiner mehr bereit ist, Werte wie Gerechtigkeit und Freiheit zu unterstützen. Zeigen wir endlich Solidarität, die Menschen in Afrika haben es verdient. Schauen wir nicht weg. Wir sollten Libyen helfen. Es muss und kann für beide Seiten eine akzeptable Lösung gefunden werden.

Christian Lukner, per E-Mail

Bessere Beleuchtung sorgt für mehr Sicherheit der Fußgänger

Zum Artikel: "Todesfalle Straßenbahn" vom 7. März

Die Frage, warum gerade der Tramlinie M13 und 50 häufiger Unfälle passieren, ist einfach zu beantworten. Die schlechte Ausleuchtung der Fußgängerüberwege macht es dem Straßenbahnfahrer nahezu unmöglich, Fehler der anderen Verkehrsteilnehmer zu korrigieren. Die Straßenlaternen leuchten ja nur die Autospuren aus. Im Sommer kommen noch die Laubbäume als Lichtschlucker dazu. Ich empfehle den Experten, einfach mal mit den Fahrern mitzufahren und sich über deren Fahrplanstress zu informieren.

Jan Grobi, per E-Mail

Angezogen vom liberaleren Zeitgeist an der Spree

Zum Artikel: "Firmenchefs aus der ganzen Welt mögen Berlin" vom 8. März

Die Anziehungskraft von Berlin kommt nicht überraschend. Denn viele Bereiche haben sich in den vergangenen Jahren zu einem riesigen Experimentierfeld entwickelt, von dem sich jetzt die ersten Früchte ernten lassen. Weswegen die Stadt mit ihrer Philosophie goldrichtig liegt, die sich dadurch positiv von konkurrierenden Standorten wie etwa Hamburg oder München unterscheidet, dass an der Spree ein liberalerer Zeitgeist herrscht und man nicht schief angeguckt wird, wenn man verrückte Ideen ausprobiert oder scheinbar aus der Rolle fällt. Was im Übrigen eine echte Weltstadt auszeichnet. Weshalb die gelebte Freiheit das größte Plus bedeutet und man das Stadtmarketing darauf fokussieren sollte, was in der Bundeshauptstadt alles möglich ist.

Rasmus Ph. Helt, per E-Mail

Messe auf dem Tempelhofer Feld ist wünschenswert

Zum Artikel: "Papstbesuch: Details werden nächste Woche bekannt gegeben" vom 9. März

Der Papstbesuch ist auch für Berlin ein politisch bedeutendes Ereignis, deshalb denke ich, rückte es Berlin und die Kirche in bedeutenderes Licht, wenn der Papst mit seiner Messe aufs Tempelhofer Feld geht. Der Ort ist allgemein attraktiv und der Bau auch, und hinsichtlich der Besucher ist dort alles offener.

Jürgen Spiegel, per E-Mail