Leserbriefe

"Politisches Talent geht von Bord"

Jetzt haben sie es endlich geschafft, die Neider und Pharisäer des politischen Establishments in Deutschland. Zu Guttenberg muss sich angesichts der massiven Kampagne gegen ihn dem Druck beugen und sich vorerst geschlagen geben. Sein Amt hat Guttenberg immer vorbildlich ausgeführt und neue Maßstäbe an Integrität, Durchsetzungskraft und menschlicher Anteilnahme für die gesamte politische Klasse gesetzt.

Daniel di Primio, per E-Mail

Die politische Hetzjagd auf den Baron geht mir entschieden zu weit. Er hat richtig gehandelt, wenngleich sein Rücktritt nicht zwingend war. Ich hätte mir mehr Unterstützung erhofft, aber es gibt viele Neider, auch in den eigenen Reihen. Ein talentierter Politiker mit Charisma geht von Bord. Jetzt müssten eigentlich auch die Herren Professoren, die seine Doktorarbeit begutachtet hatten, ihren Hut nehmen.

Christian Lukner, per E-Mail

Guttenberg hat einen gewaltigen Fehler dadurch begangen, dass er auf die Salamitaktik anstatt eine brutalstmögliche Aufklärung setzte. Erst dadurch entstand der große Anreiz für Internetnutzer, die Wahrheit ans Tageslicht zu holen.

Rasmus Ph. Helt, Hamburg

Bei der Opposition werden die Sektkorken ob der teilweise mit Hasstiraden und unter der Gürtellinie geführten Kampagne gegen Deutschlands beliebtesten Politiker geknallt haben. Die Mär einer sehr indignierten Schar von beleidigten Wissenschaftlern verkündete den nahen Untergang der deutschen Wissenschaft und tat ein Übriges zum freudigen Halali des im Superwahljahr zur Strecke gebrachten Barons. Bei aller berechtigten Kritik am Krisenmanagement seiner Pfusch-Dissertation, diese unglaubliche Häme und Hetze hat zu Guttenberg nicht verdient gehabt. Nicht der Kanzlerin, sondern einer programm- und profillosen Opposition, der zu Guttenberg zu gefährlich wurde, wird das auf die Füße fallen.

Hans-Georg Reiss, per E-Mail

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat das einzig Richtige getan: sein Amt zur Verfügung zu stellen. Leider zu spät, um Schaden von sich und dem Amt abzuwenden.

Thomas Kramer, per E-Mail

Der Rücktritt zu Guttenbergs war offensichtlich unvermeidbar. Was mich allerdings anwidert, war diese unsägliche Kampagne der Opposition, die jenseits parlamentarischer Umgangsformen stattfand. Auseinandersetzungen und Kritik ja, aber nicht auf diesem Niveau.

Frank Künzel, Kladow

Hartnäckig haben die Volksvertreter der Oppositionsparteien, flankiert von empörten Wissenschaftlern, den Mann von der politischen Bühne gedrückt, der trotz Dissertationsaffäre einen stabilen Rückhalt bei zwei Dritteln der Bevölkerung genoss.

Oliver Roth, per E-Mail

Nun haben die Heuchler und Saubermänner der Opposition ihr Ziel erreicht. Sie konnten es nicht ertragen, dass ein Politiker Sachverstand, Verantwortungsbewusstsein und Charisma besitzt und in der Bevölkerung hohes Ansehen genießt.

Renate Blau, per E-Mail

Ich habe die Arbeit zu Guttenbergs immer geschätzt und bin der Ansicht, jeder Mensch macht Fehler. Wieso tritt er zurück? Da wird wieder eine Sache breitgetreten, die es nicht wert ist, soviel Zeit dafür zu verschwenden. Als ich vom Rücktritt erfuhr, stimmte mich das sehr traurig. Zu Guttenberg stand immer für eine Politik, auf die Taten folgte, egal ob als Wirtschafts- oder Verteidigungsminister. Seine Reden waren immer sehr interessant und verständlich.

Simon Böhm, Unterfranken

Der Rücktritt von Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg war ein längst überfälliger Schritt. Für die politische Kultur unserer Demokratie kann dieser Rücktritt gar nicht hoch genug eingestuft werden. Schade nur, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die Plagiatsaffäre ihres Verteidigungsministers als Kavaliersdelikt abgetan hat und zur politischen Tagesordnung übergegangen ist, als wenn nichts gewesen wäre.

Albert Alten, per E-Mail

Zu Guttenberg hat Fehler gemacht, er hat sich entschuldigt, den Doktor zurückgegeben. Was will man mehr? Es ging doch nur darum, der CDU und der Kanzlerin zu schaden.

Franz Ebert, per E-Mail

Dass Verteidigungsminister zu Guttenberg große Fehler begangen hat, ist längst bewiesen und von ihm mit Bedauern eingestanden worden. Dass seine hervorragende Arbeit als Verteidigungsminister nun so zu Ende geht, findet bei vielen keine Zustimmung.

J. Dostmann, per E-Mail