Leserbriefe

"Wichtig für Bildungsoffensive"

Die Philosophie von Annette Schavan führt prinzipiell in die richtige Richtung. Denn mit einem eigenen Hochschulengagement des Bundes würde Deutschland lediglich dem Beispiel der meisten anderen EU-Staaten folgen und deutlich mehr Mittel gerade den strukturschwachen Bundesländern wie etwa Berlin zukommen lassen können, was endlich zu einem Einlösen der seit langer Zeit versprochenen, aber bislang nicht eingehaltenen Bildungsoffensive führt. Wobei allerdings Geld alleine dem akademischen Leben noch nicht wieder zu alter Blüte verhilft, sondern erst eine grundlegende Korrektur der misslungenen deutschen Umsetzung des Bologna-Prozesses. Denn die gegenwärtige Praxis hat neben einem riesigen Berg an Bürokratie zur Folge, dass nicht wenige junge Menschen durch das zu hohe Lernpensum verheizt werden. Weswegen es keine Verklärung bedeutet, wenn man die Stärken der alten Studienabschlüsse benennt, sondern vielmehr den richtigen Anker für eine mögliche Verbesserung.

Rasmus Ph. Helt, per E-Mail

Ständige Umstrukturierungen bringen nur Unruhe in das System. Haben wir nicht schon genug Probleme in der Bildungspolitik? Außerdem gibt es bereits zahlreiche Hoch- und Fachhochschulen in der Hand des Bundes. Bevor wir solche neuen Ideen verfolgen, sollten erst mal die jetzigen Probleme der Hochschulen angegangen werden. Davon gibt es mehr als genug.

Christian Lukner, per E-Mail

Schuld an dem ganzen Desaster ist, dass wir den Auftrag der Väter unseres Grundgesetzes (GG) nicht erfüllt haben. Denn zum Zeitpunkt der Verwirklichung der gewünschten Einheit Deutschlands sollte das GG durch eine Verfassung abgelöst werden. Die Auflage der Siegermächte 1945/49 war unter anderem der unselige Föderalismus, um Deutschland klein und organisatorisch als Ganzes ohnmächtig zu halten. Diese streitanfällige und lähmende Staatsorganisation verhindert eine vernünftige Bundespolitik auch und besonders im Bildungswesen.

Jean Wandkowski, Frohnau

Rückmeldung über Zustände durch die Gäste zulassen

Zum Artikel: "Hygiene: Lompscher fordert bundesweite Smiley-Regelung" vom 12. Februar

Endlich mal eine vernünftige Initiative der Gesundheitssenatorin. Smiley-Aufkleber an allen Berliner Restauranttüren und möglichst auch bundesweit sind vorbildliche und sinnvolle Infos für die Bürger. Auf dem Smiley-Aufkleber sollte aber auf jeden Fall eine Rückmelde-Telefon- und Fax-Nummer angegeben sein, über die man insbesondere lachenden Smileys widersprechen und dreckige Toiletten oder Beanstandungen zur Küche melden kann.

Regina Werpuschinski, Reinickendorf

Mutiger und vernünftiger Beschluss der Bezirksverordneten

Zum Artikel: "Gemeinschaftsschule: Zöllner empört über Reinickendorfer CDU" vom 12. Februar

Ich halte den Beschluss der Reinickendorfer BVV mit der Mehrheit der CDU nicht nur für mutig, sondern auch für sehr vernünftig, weil er detailliert und basierend auf den langjährigen Erfahrungen nachvollziehbar begründet ist. Die sture Haltung von Bildungssenator Zöllner ist ganz offenbar ideologischer Natur. Auch mit weitaus mehr Personal und besserer Ausstattung kann ein solches Experiment zu Lasten leistungsfähiger und talentierter Kinder niemals gelingen.

Norbert Gewies, Konradshöhe

Großer Beitrag zum Erhalt des Friedens in Europa

Auf den Spuren der Spione vom Teufelsberg, 14. Februar

Trotz Langeweile, Kälte und Dunkelheit leisteten die US-Soldaten der Teufelsberg-Abhörstation hervorragende Dienste. So wie die sowjetische Abhörstation auf dem Harzer Brocken hat "The Teufelsberg" dazu beigetragen, dass es keine Überraschungen, keine Panik und keine Überreaktion gab. Ein großer Beitrag zum Erhalt des Friedens in Europa.

Christopher McLarren, per Mail

Flughafen und Volksfest gehören einfach zusammen

Zum Artikel: "Senat verweigert Tempelhofer Feld" vom 13. Februar

Es sollte dem Senat eine Ehre sein, das Deutsch-Amerikanische Volksfest auf dem Flughafengelände stattfinden zu lassen. Die deutsch-amerikanische Freundschaft hat Tradition ebenso wie der Flughafen. Beides gehört zusammen.

Margarete Guth, per E-Mail