Leserbriefe

"Sinkendes Euro-Schiff verlassen"

Ich finde es äußerst bedauerlich, dass Herrn Weber anscheinend die Kraft und der Mut zur Aufgabenerfüllung als zukünftiger EZB-Chef fehlen. Es wäre eine lohnenswerte Herausforderung, seine Minderheitsmeinungen in Mehrheitsmeinungen zu verwandeln. Die Spuren des Weges der heutigen Mehrheitsmeinung sind bereits ausgetreten und führen mittelfristig in die nächste Krise. Wie sagte schon Albert Einstein: Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Jürgen Preis, Frohnau

Nunmehr hat mit Bundesbank-Chef Weber der letzte Garant für eine stabile Währung das sinkende Euro-Schiff verlassen. Nicht er soll zurücktreten, sondern Frau Merkel, die mit ihrem unsinnigen Euro-Rettungsschirm, der ein Vernichtungsschirm ist, unsere Währung jetzt total vernichtet.

Herbert Gaiser, per E-Mail

Generationenvertrag hat ehemals hohen Stellenwert eingebüßt

Zum Artikel: "Senioren-Union gegen Zulassung von Kitas in Wohngebieten" vom 10. Februar

Können wir überhaupt noch von einer toleranten, offenen und solidarischen Gesellschaft in Deutschland sprechen, wenn Kitas und Kindergärten wie Moscheen aus den Wohngebieten verbannt und in die Gewerbegebiete verlegt werden sollen? Natürlich nicht. Kinderlärm gehört nun mal zum täglichen Leben. Eine Gesellschaft, die den Zusammenhalt mehr und mehr vermissen lässt und nur noch von Egoismen geprägt ist, hat in Wirklichkeit aufgehört zu existieren. Der demografische Wandel in Deutschland und der damit verbundene Generationenkonflikt beweisen dies mittlerweile auf eindrucksvolle Art und Weise. Wo Kinder nicht mehr als unsere Zukunft empfunden werden, sondern stattdessen um jeden Preis verhindert, abgetrieben und vernachlässigt werden und ältere Menschen zunehmend als Belastung für unsere Sozialversicherungssysteme angesehen werden, da hat der Generationenvertrag gesellschaftlich seinen ehemals hohen Stellenwert bereits eingebüßt.

Roland Klose, per E-Mail

Selbstbedienungsladen mit Unterstützung der GEZ

Zum Artikel: "Lierhaus soll als ARD-Lottofee 450 000 Euro im Jahr bekommen" v. 13. Februar

Das Leid von Monica Lierhaus lässt niemanden unberührt. Was aber treiben unsere öffentlich-rechtlichen Anstalten für eine Finanzpolitik? Für einen Teilzeitjob mit dem Vorlesen vorgefertigter Texte soll ein Jahresgehalt gezahlt werden, welches das der Bundeskanzlerin übersteigt. Die überzogenen Bezüge in unseren öffentlichen Anstalten lassen die Diskussionen über finanzielle Probleme, die nur mit einer Erhöhung der Gebühren zu lösen sind, zu einer Posse verkommen.

Lothar Pallau, per E-Mail

450 000 Euro im Jahr für jeweils drei wöchentliche Auftritte sind wirklich ein Platz an der Sonne für Monica Lierhaus.

Joachim Wieland, Lichtenberg

Das ist unverschämte Geldverschwendung.

Oliver Laudahn, per E-Mail

Dieses Gehalt steht in keinem Verhältnis zu der geplanten Arbeitsleistung.

Harro Prior, Potsdam

Der Auftritt von Monica Lierhaus nach ihrem schweren Schicksalsschlag war ergreifend und ging allen nahe. Trotzdem finde ich, was die ARD mit unseren Fernsehgebühren macht, haarsträubend. Seit Jahren wird bemängelt, dass die Öffentlich-Rechtlichen Geld zum Fenster hinauswerfen. Frau Lierhaus hat ihr Schicksal nicht verdient - diese Honorierung aber auch nicht.

Klaus Peters, Wilmersdorf

Irgendwie ist mein Mitleidspotenzial aufgebraucht. Wenn es möglich wäre, gegen die Fernseh- und Rundfunkgebühren zu klagen, würde ich es tun. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten verschleudern das Geld mit Spitzengehältern.

Fr. Hermann, Hoppegarten

Die Fernsehsendeanstalten sind ein Selbstbedienungsladen - mit Unterstützung der GEZ.

Peter Stiebitz, per E-Mail

Ein Schlag ins Gesicht eines jeden Gebührenzahlers. Vielleicht rüttelt die Nachricht auf.

Irmhild Krüger, Schöneberg

Bei allem Mitgefühl kann ich eine derartige Entlohnung nicht nachvollziehen. Es gibt in unserer Gesellschaft viele Schwerstbehinderte, die nie die Chance bekämen, solch ein Angebot zu erhalten, weil sie öffentlich nicht wahrgenommen werden.

Detlev Pofeldt, Lichterfelde