Leserbriefe

"Statt besser wird es schlimmer"

Es kann doch wohl nicht wahr sein! Seit anderthalb Jahren gelingt es der S-Bahn nicht, ordnungsgemäß und fahrplanmäßig zu fahren. Statt besser wird es immer schlimmer. Und nun erlaubt sich dieses Unternehmen auch noch, die Fahrpreise zu erhöhen. Was bilden sich die Herrschaften eigentlich ein? Sie fahren in dicken Dienstwagen, und die Fahrgäste, die sich jeden Tag mit ausfallenden S-Bahnen und zu kurzen Zügen rumplagen müssen, sollen jetzt auch mehr bezahlen.

A. Panske, per E-Mail

Das Maß ist übervoll. Politik und Verkehrsunternehmen packen es nicht, einen Betrieb der Daseinsfürsorge allein auf die Räder zu stellen. Das Grundübel ist die Anschaffung von Wagen, die zwar billig, aber voller Macken sind. Busse, die brennen, und Waggons, die weder richtig bremsen noch gut schließende Türen oder gar einwandfreie Räder haben. Hinzu kommt eine Tarifgestaltung, die in Teilen geradezu asozial ist, etwa das Kurzstreckenticket, das von 1,20 auf 1,40 Euro steigt. Wir Wut-Fahrgäste gehören endlich in die Aufsichtsräte der Verkehrsunternehmen!

Jürgen Czarnetzki, Spandau

Politisch sind die eiskalten Temperaturen eine Katastrophe, denn unsere Infrastrukturen haben mit dem Winter so ihre Probleme. Fernzüge und S-Bahnen funktionieren nicht, und auch auf den Flughäfen gibt es nicht genug Enteisungsmittel.

Christian Lukner, per E-Mail

Nachdem uns das Wetter gezeigt hat, dass es Schnee im Winter gibt, und Behörden und Verkehrsunternehmen kläglich gescheitert sind, habe ich eine Bitte für das neue Jahr. Bedenkt die Folgen eures Tuns, schaut über euren Bereich hinaus, arbeitet mit Behörden der angrenzenden Bundesländer zusammen, etwa beim Hochwasserschutz.

Harald Jahnke, per E-Mail

Ausreichend geeignete Räume im öffentlichen Bestand

Zum Artikel: "Notunterkünfte für Obdachlose völlig überlastet" vom 29. Dezember

Wann bitteschön bemerken die Verantwortlichen, dass wir im Stadtgebiet eine Vielzahl von großen Räumen haben, die mit öffentlichen Mitteln gefördert sind und in dieser Notzeit schnell zurechtgemacht werden können? Dort gibt es zwar kein Tageslicht, aber Betten und Sozialräume. Stellvertretend fallen mir da die Zentrale für Katastrophenschutz im Rathaus Kreuzberg, der Bunker in der Stresemannstraße 70 und der Atombunker in der Uhlandstraße 30 ein. Die Kosten für die Unterbringung muss die öffentliche Hand übernehmen. Das sind wir den sozial schwachen Menschen schuldig.

Klaus Roeske, per E-Mail

Unfähigkeit im Umgang mit dem Geld

Zum Artikel: "Schärfere Kontrollen bei Subventionen" vom 29. Dezember

Obwohl der Rechnungshof die mangelhaften Kontrollen bei der Verwendung öffentlicher Gelder scharf kritisiert, soll in Zukunft auf eine Überprüfung der ausgezahlten öffentlichen Gelder verzichtet werden. Da bleiben aus Personalmangel in den Berliner Senatsverwaltungen Prüfungen über Jahre einfach liegen, anstatt Personal einzustellen. Bürgerämter, Ordnungsämter, Finanzämter, die Polizei und viele andere Senatsbereiche benötigen dringend Personal, und da gibt es einige Bereiche im Senat, die viele Millionen Euro reinholen könnten, um den Schuldenstand von rund 63 Milliarden Euro abzubauen. Aber Finanzsenator Nußbaum kündigt bereits einen weiteren Personalabbau an. Jeder Hausfrau, die so mit Geld umgeht, würde man Unfähigkeit vorwerfen.

Klaus Okrafka, per E-Mail

Nur bedingt etwas mit sozialem Rechtsstaat zu tun

Zum Artikel: "SPD stellt rasche Einigung zu Hartz IV in Aussicht" vom 28. Dezember

Langzeitarbeitslose müssen aller Voraussicht nach drei Monate auf ihre Fünf-Euro-Erhöhung des Arbeitslosengeldes II warten, nur weil die Hartz-IV-Erfinderparteien CDU, SPD, FDP und Grüne im Bundesrat mal wieder einen ihrer faulen Kompromisse, die auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen werden, nicht rechtzeitig gefunden haben. Bei jeder Diätenerhöhung werden in Windeseile die Parlamentsmehrheiten von besagten Parteien gefunden. Solange in Deutschland für ein altes Schrottauto eine Abwrackprämie von 2500 Euro gezahlt wird, 2,5 Millionen Kinder in diesem Land in Armut leben müssen und ihr Hartz-IV-Regelsatz im Vergleich zur Abwrackprämie nur zwischen 215 und 285 Euro liegt, hat dieser Staat nur bedingt etwas mit einem sozialen Rechtsstaat zu tun.

Albert Alten, per E-Mail

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