Ausgrabungen

Reste einer byzantinischen Kirche in Israel entdeckt

Archäologen haben an einer zentralen Autobahn in Israel die Überreste einer 1500 Jahre alten byzantinischen Kirche gefunden.

Das Gotteshaus sei Teil einer antiken Raststätte für Wandernde zwischen Jerusalem und der Küstenebene gewesen, teilte die israelische Altertumsbehörde mit. Die heilige Stätte sei bei Ausgrabungen vor einer Erweiterung der Autobahn zwischen Tel Aviv und Jerusalem entdeckt worden.

Die Kirche liegt den Angaben zufolge an einer Sickerquelle namens Ain Nakaa in der Nähe der Ortschaft Bet Nekofa. Das Gebäude mit weißem Mosaikboden sei etwa 16 Meter lang. Es habe auch eine Seitenkapelle, die 6,5 Meter lang und 3,5 Meter breit sei. In der nordöstlichen Ecke der Kapelle habe ein Taufbecken in Form eines vierblättrigen Kleeblatts gestanden. Dies symbolisiere das christliche Kreuz. Rote Putzfragmente zeigten, dass die Wände mit Fresken dekoriert waren. Es seien auch Tonfliesen, Öllampen, Münzen, Glasgefäße, Marmorfragmente sowie Perlmutt-Muscheln gefunden worden. „Diese Raststätte wurde nach dem Ende des byzantinischen Zeitalters nicht mehr benutzt“, erklärte Annette Nagar, Leiterin der Ausgrabungen.