Raubkunst

Bayern stärkt Provenienzforschung durch Verbund

In Bayern soll ein Verbund zur Provenienzforschung gegründet werden.

Ziel sei, effektiver und effizienter die Geschichte mutmaßlich während der NS-Zeit geraubter Kunst- und Kulturgüter zu ermitteln, wie Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) am Montag in München bekanntgab. So sollten wichtige Aktenbestände aus beteiligten Einrichtungen digital erschlossen sowie relevante Daten und Fakten über eine Plattform allen Forschern zur Verfügung gestellt werden.

Als Gründungsmitglieder des Verbunds sind das Bayerische Nationalmuseum, die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die Bayerische Staatsbibliothek, die Staatliche Graphische Sammlung München und die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayern vorgesehen. Laut Ministerium befassen sich die großen staatlichen Museen und Sammlungen im Freistaat schon seit Jahren mit der Recherche von NS-Raubgut in ihren Beständen. Bayern hat sich in der „Gemeinsamen Erklärung des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände“ zum Washingtoner Abkommen von 1998 dazu verpflichtet, durch die Nationalsozialisten entzogenes Kulturgut in den eigenen Beständen zu identifizieren. Mit den ehemaligen Eigentümern beziehungsweise deren Erben soll bei Auffindung eines solchen Kunstwerks eine gerechte Lösung des Verbleibs gefunden werden.