Förderung

Museumsbund skeptisch bei Museumssponsoring

Der Präsident des Deutschen Museumsbundes, Eckart Köhne, sieht eine mögliche Museumsfinanzierung über Sponsoren oder „Public Private Partnerships“ skeptisch.

Dadurch gerieten Museen in eine „gewisse Abhängigkeit“, da der Förderer dann bestimmen könne, was das Museum machen solle, sagte Köhne im „Deutschlandradio Kultur“. Er finde es erfreulich, dass in Deutschland solche grundlegenden Entscheidungen weiterhin von den Trägern getroffen würden und das seien „demokratisch legitimierte Einrichtungen, eben Kommunen und Länder und Kreise und so etwas“. Hinzu komme, dass solche Modelle nur dort funktionierten, wo die Gesetzgebung dies durch entsprechende Steuerregelungen fördere, sagte Köhne. „Die USA beispielsweise stellen Mittel, die man eben gemeinnützigen Zwecken zuführt, überwiegend steuerfrei.“

„Public Private Partnerships“ kann sich Köhne allenfalls für Teilbereiche eines Museums vorstellen. „Wenn man aktuell knapp bei Kasse ist, ist es natürlich schon eine Entscheidung, das Zahlen auf die Zukunft zu verlegen“, sagte er. Letztlich sei das aber nichts anderes als ein Kredit.