Handel

Tim Renner sieht Buchpreisbindung als Auslaufmodell

Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) glaubt nicht, dass die Buchpreisbindung auf Dauer bleiben wird.

Er finde die Buchpreisbindung zwar gut und wichtig. Da sie im europäischen Raum aber nicht alle Länder hätten, glaube er nicht, dass sie sich auf lange Sicht halten könne, sagte Renner auf einer Podiumsdiskussion der Ullstein-Buchverlage zur Zukunft der Branche am Mittwochabend in Berlin. Die Digitalisierung führe zu einer Globalisierung der Märkte.

Um zu bestehen, brauche Europa eine einheitliche Position. Durch die Buchpreisbindung werden Verlage dazu verpflichtet, für Bücher einen einheitlichen Preis festzulegen, an den alle Verkäufer gebunden sind. Ullstein-Verlegerin Siv Bublitz betonte, die Digitalisierung biete „ein ganz neues Universum, um Aufmerksamkeit für Bücher zu schaffen“. Die Branche sei selbstsicher genug, um das „Ökosystem“ rund um das Buch zu gestalten.