Kunst

1000 Künstler öffnen in Brandenburg ihre Ateliers und Galerien

Ein hohes, weißes Dreifamilienhaus, die Fensterrahmen grün gestrichen. Davor steht eine helle Birke. Eher eine Seltenheit in dem von alten, dunklen Kiefern geprägten Kleinmachnow.

Katharina von Baibus öffnet die Tür mit Schwung. Das Erste, was einem ins Auge fällt, ist ihr einladendes Lächeln. „Entschuldigen Sie das Durcheinander“, sagt sie gleich nach der Begrüßung. „Wir wollen die Bilder erst noch aufhängen.“ Wir, das ist ihre Malgruppe. Die „Montagsmaler“, sie gibt es seit zehn Jahren. Die zehn Frauen werden am Wochenende zusammen mit Katharina Baibus ihre Werke zeigen. Mehr als 1000 Künstlerinnen und Künstler öffnen an Wochenende von 11 bis 18 Uhr in ganz Brandenburg ihre Ateliers und Galerien. Jeder, der will, kann vorbeikommen.

Seit 1995 wohnt und arbeitet die gebürtige Berlinerin in dem brandenburgischen Villenort, der an Zehlendorf angrenzt. In dem Haus, das ihr Großvater, der Architekt Friedrich Blume, 1938 erbaut hat. Auch das Weinberg-Gymnasium und die Eigenherd-Grundschule in Kleinmachnow sind nach seinen Plänen entstanden.

Mit Porträts hat alles begonnen. 35 Jahre alt war die damalige Kunsterzieherin an einer Grundschule in Schöneberg, als sie sich zum Privatunterricht bei der Berliner Malerin Hortense von Heppe anmeldete. „Dieser Schritt hat mein Leben vollkommen verändert“, sagt die heute 65-Jährige. Die erste große Ausstellung hatte sie im Dezember 1989 in der Galerie am Savignyplatz in Charlottenburg. Ihre großflächigen Bilder erinnern ein wenig an Edward Hopper, den großen Maler des amerikanischen Realismus. „Die Malerei hat mein Leben bunt gemacht“, sagt Katharina von Baibus.

Auch, weil die ehemalige Lehrerin über sie mit vielen Menschen zusammengekommen ist. So freut sie sich auch auf neue Kontakte an diesem Wochenende. Die Adresse: Klausener Straße 7. Neben Katharina von Baibus und ihren Montagsmalerinnen warten in Kleinmachnow sechs weitere Künstler und Künstlerinnen auf Besucher.

Das Angebot im Land Brandenburg unter: www.kulturland-brandenburg.de/offene-ateliers