Fernsehen

„Literarisches Quartett“ ab Herbst mit Harald Schmidt

Das ZDF will nach einem Bericht des „Spiegel“ noch in diesem Herbst eine Neuauflage des „Literarischen Quartetts“ starten.

Programmdirektor Norbert Himmler rede derzeit noch mit Literaturkritikern, Autoren und Verlegern, die bei der Bücherdebatte dabei sein sollen, berichtete das Magazin am Freitag vorab unter Berufung auf Senderkreise.

Ein prominenter Kandidat für die Sendung sei Harald Schmidt. Der Ex-Late-Night-Talker sei von der Idee angetan, habe sich aber noch nicht entschieden. Ob die Wiederbelebung des TV-Klassikers exakt nach dem Vorbild des Format-Erfinders Marcel Reich-Ranicki erfolgt, ist laut Bericht noch nicht geklärt. Reich-Ranicki hatte meist zu einer festen Dreierrunde jeweils einen Gast eingeladen. Denkbar sei auch, diesmal ein festes Quartett zu benennen.

Das „Literarische Quartett“ lief 13 Jahre, von 1988 bis 2001, im ZDF. In der Spitzenzeit erreichte die Sendung bis zu 1,5 Millionen Zuschauer, zuletzt schauten sich nur noch 500.000 Zuschauer die abendliche Literatursendung an. Mit der Lust an lautstarkem Verriss, Lob und publikumswirksamen Streit der drei Stamm-Moderatoren Hellmuth Karasek, Sigrid Löffler und Marcel Reich-Ranicki war das 2001 eingestellte „Literarische Quartett“ der Klassiker unter den Büchersendungen im deutschen Fernsehen. Eine Pilotfolge der neuen Büchershow soll bereits in den nächsten Wochen gedreht werden.