Tarifverhandlungen

Verdi fordert Gespräche: Tänzer des Staatsballetts drohen mit neuem Streik

„Wir wollen lieber tanzen als streiken“, heißt es einer Erklärung der Ballettsprecher des Staatsballetts Berlin und der Gewerkschaft Verdi vom Donnerstag: „Doch wir lassen uns nicht länger hinhalten.

Auch Tänzerinnen und Tänzer haben Rechte. Für bessere Arbeitsbedingungen, geregelte Arbeitszeiten, Gesundheitsschutz und leistungsgerechte Gagenstrukturen einzutreten, zählt für uns dazu. Solange unsere Forderungen nicht ernst genommen werden, sind wir gezwungen, Zeichen zu setzen.“

Was im Klartext bedeutet: Es wird weitere Streiks geben, wenn sich Geschäftsführer Georg Vierthaler nicht auf Verhandlungen einlässt. Bereits am Karfreitag ließen die Tänzer eine Vorstellung von „Dornröschen“ in der Deutschen Oper ausfallen, was dem Staatsballett einen Verlust von 90.000 Euro bescherte. Seither herrscht auf beiden Seiten Ratlosigkeit. „Die erhoffte Wirkung der Aktion steht allerdings noch aus“, konstatiert Verdi-Gewerkschafterin Sabine Schöneburg. Was aber kaum verwundert, der Geschäftsführer ist gerade im Urlaub. Am Donnerstag gab es ein Treffen der Ballettsprecher mit der stellvertretenden Intendantin Christiane Theobald.