Arbeitskampf

Staatsballett: Verdi schließt weitere Warnstreiks nicht aus

Die Tänzer des Berliner Staatsballett haben am Dienstag für einen Tag gestreikt.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi forderten den Arbeitgeber auf, einen Haustarifvertrag mit der Gewerkschaft auszuhandeln, dessen Inhalte seit langem vorlägen, wie Verdi mitteilt. Eine Aufführung des Staatsballetts fand am Dienstag nicht statt, sodass das Bühnenprogramm von dem Warnstreik unberührt blieb. Sabine Schöneburg, verantwortlich bei Verdi für Theater und Bühnen, sagte der Berliner Morgenpost, dass die Gewerkschaft seit einem Jahr vergeblich versuche, mit dem Arbeitgeber in das Gespräch zu kommen, um über einen Haustarifvertrag zu verhandeln. Für den Fall, dass es nicht zu Verhandlungen mit der Stiftung Oper und den Deutschen Bühnenverein kommen sollte, kündete Schöneburg „fantasievolle und weniger fantasievolle Aktionen wie zum Beispiel einen weiteren Warnstreik“ an. Der kulturpolitische Sprecher der Linken in Berlin, Wolfgang Brauer, forderte die Berliner Opernstiftung auf, ihre „Blockadehaltung“ aufzugeben. Für Tänzer gelten die Flächentarifverträge Normalvertrag Bühne, die von anderen Gewerkschaften ausgehandelt wurden.