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Auszeichnung: Großer Kunstpreis Berlin geht an Autor Sherko Fatah ++ Museen: London holt neuen Direktor vom Madrider Prado ++ TV-Quoten: ARD-Serien unangefochten an der Spitze

Großer Kunstpreis Berlin geht an Autor Sherko Fatah

Der in Berlin lebende, kurdischstämmige Schriftsteller Sherko Fatah, 50, ist neuer Träger des Großen Kunstpreises Berlin. Die Jury sprach dem Autor die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung für sein Werk zu, das eine seltene politische und existenzielle Dringlichkeit habe. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller verwies vor der Preisverleihung am Mittwochabend darauf, dass Fatah eine doppelte Verwurzelung in Berlin wie auch in der nordirakischen Heimat seines Vaters habe. „Sein Werk kann uns zumindest helfen, politisch und auch menschlich besser zu verstehen, was sich dort vollzieht.“ Fatah bewegt sich in seinen Büchern im Spannungsfeld zwischen arabischer und westlicher Welt.

London holt neuen Direktor vom Madrider Prado

Neuer Direktor der Londoner National Gallery wird der Brite Gabriele Finaldi. Der 49-jährige Kunsthistoriker wechselt vom spanischen Museo del Prado in Madrid zur britischen Nationalgalerie, wo er bereits von 1992 bis 2002 als Kurator tätig war. Er fühle sich tief geehrt und freue sich, ein spannendes Ausstellungsprogramm zu entwickeln, sagte Finaldi laut Mitteilung des Museums am Mittwoch. Er übernimmt am 17. August die Stelle von Nicholas Penny, der im vergangenen Sommer seinen Rücktritt angekündigt hatte. Die National Gallery zieht jedes Jahr mehr als sechs Millionen Besucher an.

ARD-Serien unangefochten an der Spitze

Das ARD-Serien-Doppel hat sich am Dienstagabend einmal mehr bewährt. „Um Himmels Willen“ interessierte ab 20.15 Uhr 5,80 Millionen Zuschauer. Die anschließende Krankenhaussoap „In aller Freundschaft“ mit Geschichten aus der fiktiven Leipziger Sachsenklinik sahen ab 21 Uhr 5,91 Millionen. Mit deutlichem Abstand folgte der Privatsender RTL mit seiner Krimiserie „CSI: Vegas“, die 2,89 Millionen Zuschauer einschalteten. Die ZDF-Dokumentation „Geh doch nach drüben!“ mit den Schauspielern Lara Mandoki und Constantin von Jascheroff als Wendekinder kam auf 2,45 Millionen.

Die RTL-II-Dokusoap „Der Trödeltrupp – Das Geld liegt im Keller“ brachte es immerhin auf 2,02 Millionen Zuschauer.