Nutzungskonzept

Die Schloss-Stiftung setzt auf engen Dialog mit Berlin

Die Stiftung Berliner Schloss setzt für die künftige Nutzung des Humboldt-Forums auf eine enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten.

Nach einer Sitzung des Stiftungsrats am Dienstag sagte Florian Pronold (SPD), Vorsitzender und Staatssekretär, das Land Berlin habe klar zugesichert, dass die vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) angestrebte Änderung des Nutzungskonzepts den Zeit- und Kostenrahmen des Gesamtprojekts nicht verletzen werde.

„Das liegt auch im eigenen Interesse Berlins, weil das Land für Folgekosten selbst aufkommen müsste“, so der Baustaatssekretär. Zudem sei vereinbart worden, die Konzeptionen aufeinander abzustimmen. Inhaltlich sind laut Pronold nicht alle Mitglieder des Aufsichtsgremiums von Müllers Vorschlag überzeugt. Einvernehmlich habe man sich jedoch über das klare Bekenntnis Berlins zu dem Gesamtprojekt gefreut.

Das rekonstruierte Schloss soll ab 2019 ein Kunst- und Kommunikationszentrum sein. Nutzer werden die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Humboldt-Universität und das Land Berlin. Müller hatte vergangene Woche überraschend erklärt, statt der geplanten „Welt der Sprachen“ eine Ausstellung zur Berliner Geschichte einrichten zu wollen. Müller sagte, dass es im Berliner Beitrag zum Humboldt-Forum vor allem um die Geistes- und Ideengeschichte der Stadt gehen solle, darum, wie die Welt Berlin verändert – und Berlin die Welt. Das Konzept zu „Welt.Stadt.Berlin“ soll von internationalen Museumsexperten begleitet werden, die dem Team um Moritz van Dülmen und die Kulturprojekte beratend zur Seite stehen werden, wenn es an die Umsetzung für die Eröffnung im Jahre 2019 geht.