Bühne

Stefan Fischer-Fels verlässt im Streit das Grips-Theater

Das Grips-Theater verliert seinen Künstlerischen Leiter.

Stefan Fischer-Fels, in dieser Funktion seit 2011 tätig, verlässt das Haus zum 31. Juli 2016. Fischer-Fels und Volker Ludwig, der Gründer und Geschäftsführer des Grips, hätten sich „im gegenseitigen Einvernehmen auf eine vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit geeinigt“, wie das Berliner Kinder- und Jugendtheater am Donnerstag mitteilte. Die Formulierung ist allerdings eine höfliche Umschreibung für unterschiedliche künstlerische Unstimmigkeiten.

Sprich: Es hat mächtig gekracht. Dabei ist Fischer-Fels eigentlich ein Ziehkind des Grips. Von 1993 an war der gebürtige Berliner Dramaturg und Theaterpädagoge am Hansaplatz. 2003 wechselte er dann als Künstlerischer Leiter ans Junge Schauspielhaus Düsseldorf, bevor ihn Ludwig zurück an sein Haus holte. Nachdem Ludwig 42 Jahre lang das Haus geleitet hatte, wollte er das Zepter eigentlich abgeben. Konnte es aber offenbar doch nicht ganz lassen. Der Vertrag von Fischer-Fels sollte ursprünglich bis 2018 laufen. Ludwig, der Erfinder der „Linie 1“, will bereits eine geeignete Nachfolge gefunden haben. Sowie die Gespräche abgeschlossen seien, werde er diese zuerst dem Berliner Senat als Subventionsgeber vorstellen.