Lesung

10. „Lübecker Literaturtreffen“ mit Günter Grass eröffnet

Auf Einladung von Nobelpreisträger Günter Grass hat am Freitag das 10. Lübecker Literaturtreffen mit renommierten Schriftstellern begonnen.

Hinter verschlossenen Türen berichten die Autoren über ihre aktuellen Arbeiten, lesen einander vor und diskutieren. Am Samstagabend geben die Schriftsteller eine Lesung in den Kammerspielen des Lübecker Theaters. Neben Grass lesen unter anderem Dagmar Leupold, Tilman Spengler, Feridun Zaimoglu und Ingo Schulze.

Den Literaturpreis „Von Autoren für Autoren“ erhält am Sonntag Irina Liebmann in der Lübecker Stadtbibliothek. Die 71-jährige Autorin wurde in Moskau geboren, lebte lange in der DDR und siedelte 1988 in den damaligen Westteil Berlins über. 2013 publizierte sie die Erzählung „Drei Schritte nach Russland“ und drei politische Poeme – so der Untertitel – „Das Lied vom Hackeschen Markt“. Seit 2011 vergibt die Gruppe alle zwei Jahre den Literaturpreis. Die beiden bisherigen Preisträger waren Günter Herburger und Ernst Augustin. Grass gründete 2005 das Treffen, um der Vereinzelung von Autoren entgegenzuwirken und ein Forum für politische Initiativen zu schaffen. Als Nachfolgerin der legendären „Gruppe 47“ haben Grass und seine Mitstreiter ihre lose Autorengruppe nie verstanden.