Filmfestspiele

Berlinale-Gewinner „Taxi“ kommt im Sommer ins Kino

Der iranische Berlinale-Gewinner „Taxi“ kommt am 23. Juli in die deutschen Kinos.

Das teilte der Leipziger Filmverleih Weltkino, der die Rechte an Jafar Panahis Komödie erworben hat, am Dienstag in Berlin mit. Der Verleih habe den Film aber nicht erst nach der Verleihung des Hauptpreises der 65. Berliner Filmfestspiele gekauft, sondern schon zuvor, betonte eine Sprecherin. In „Taxi“ chauffiert der in seiner Heimat mit einem Arbeits- und Ausreiseverbot belegte Panahi seine Landsleute durch Teheran und lässt sie von ihrem Leben erzählen. In dem mit Witz und Hintersinn inszenierten Film erfährt der Zuschauer viel über den Alltag im Iran und über Zensur und Selbstzensur.

Panahi drehte den Film trotz Verbots heimlich und ließ ihn auf unbekannten Wegen nach Berlin schmuggeln. „Taxi“ war auf der Berlinale von Anfang an ein Liebling sowohl des Publikums wie auch der Kritik und wurde dann am Sonnabend von der internationalen Berlinale-Jury unter Vorsitz von US-Regisseur Darren Aronofsky mit dem Goldenen Bären als bester Spielfilm ausgezeichnet. Panahis Nichte Hana Saeidi, die in dem Film ebenfalls eine Rolle spielt, nahm die Trophäe stellvertretend entgegen. Und rührte das Publikum, als sie dabei in Tränen ausbrach. Nun hat sie dem Onkel den Bären nach Teheran gebracht.