Kunst

Staatliche Museen kämpfen gegen Besucherrückgang

Die Staatlichen Museen zu Berlin wollen wieder mehr Interessierte locken.

„Wir nehmen einen Besucherrückgang nicht hin wie Sonne oder Regen“, sagte Generaldirektor Michael Eissenhauer dem „Tagesspiegel“. 2010, also im ersten Jahr nach Wiedereröffnung des Neuen Museums, kamen insgesamt 1,1 Millionen Besucher in die Berliner Häuser. In den Folgejahren seien jeweils 200.000 Gäste weggeblieben. Der Rückgang um 70.000 Besucher gegenüber 2012 sei wieder einholbar, so Eissenhauer. Dass die Besucherzahlen sinken, sei zu erwarten gewesen. Wegen Sanierungsarbeiten ist beispielsweise der Pergamonaltar seit dem Herbst 2014 nicht mehr zu sehen. Inzwischen wurde auch die Neue Nationalgalerie wegen Bauarbeiten geschlossen.

In diesem Jahr sollen rund 60 Sonderausstellungen gezeigt werden, so Eissenhauer. Im April öffne im Bode-Museum die Schau „Ein Gott – Abrahams Erben am Nil“. Sie beleuchtet die gemeinsame Tradition von Juden, Christen und Muslimen in Ägypten bis zum Mittelalter. Eissenhauer verteidigte Öffnungszeiten und Eintrittspreise. „Ich behaupte, dass es weltweit kein Museum dieser Größe gibt, das so moderate Eintrittspreise hat.“