Architektur

Jubiläum 2019: „Projekt Bauhaus“ in Berlin gegründet

Lange Vorbereitung für eine Geburtstagsparty: In Berlin hat sich am Freitag die Initiative „Projekt Bauhaus“ begründet, der Designer, Architekten, Kuratoren und Forscher aus verschiedenen Ländern angehören.

Ziel der offenen Plattform ist es, eine Debatte zur Aktualität des Bauhauses zu führen. In einer auf fünf Jahre angelegten „Denkstube“ soll bis zum 100. Bauhausjubiläum 2019 eine „kritische Inventur“ der Bauhausideen vorgenommen und der „utopische Überschuss“ dieser Schule für die Gegenwart sichtbar gemacht werden. In den fünf Jahren bis zum Jubiläum stellt „Projekt Bauhaus“ jedes Jahr eine Frage zur Gestaltung.

Im Mittelpunkt steht dabei die Idee des Bauhauses, nicht ihr Erbe: die Auflösung der Grenzen der Disziplinen und die Vorstellung, mit Design Gesellschaft und Alltag zu verändern. „Aber auch der Mythos muss überprüft werden“, so Philipp Oswalt, bis 2014 Direktor des Stiftung Bauhaus Dessau. Auf der Website des Projektes www.projekt-bauhaus.de ist das Gründungspapier der Initiative veröffentlicht. Die Ergebnisse sollen regelmäßig in der Zeitschrift „ARCH+“ veröffentlicht werden. Inwieweit das Projekt mit den Bauhaus-Institutionen in Berlin, Dessau und Weimar zusammenarbeitet, ist noch unklar. Eine einführende Veranstaltung von „Projekt Bauhaus“ ist am 26. März (19 Uhr) in den Kunstwerken in der Auguststraße geplant.