Berlinale

Für Hartgesottene

Elser (Wettbewerb – Außer Konkurrenz) Am 8. November 1938 plante Georg Elser in München einen Anschlag auf Adolf Hitler, der diesem nur durch Zufall entging. Der Fall wurde schon mal verfilmt, 1989 von Klaus Maria Brandauer, selbstredend mit sich in der Hauptrolle. Nun hat sich Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“) an eine Neuversion gewagt. Dabei muss der junge Christian Friedel den Vergleich mit dem alten Hasen Brandauer aushalten.

Deutschland 83 (Special Series) Die Berlinale guckt fern. Hier werden nicht mehr länger nur Filme gezeigt, sondern von nun an auch neue TV-Serien vor ihrer Ausstrahlung. Ein Höhepunkt in dieser Reihe ist hier dieser ambitionierte Achtteiler über den Kalten Krieg in den Achtzigerjahren, der einmal drohte, ganz heiß zu werden – was ein junger, in den Westen eingeschleuster Ost-Spion verhindern will. Gemein: Das Ende wird man erst bei der Ausstrahlung erfahren.

Härte (Panorama) Wer hält den Rekord mit den meisten Berlinale-Beiträgen? Lothar Lambert oder Rosa von Praunheim? Letzterer erschüttert mit diesem Drama über einen Berliner Karate-Champion, der als Junge vom eigenen Vater sexuell missbraucht wird und später ein Leben in Verachtung und Brutalität lebt. Basierend auf der Autobiografie von Andreas Marquardt, mit Hanno Kofler in seiner wohl besten Rolle.

Als wir träumten (Wettbewerb) Die Mauer ist offen, unendliche Freiräume tun sich auf. Ein paar Leipziger Jugendliche wollen daran teilhaben, indem sie einen Technoschuppen eröffnen. Dabei kommen ihnen aber lokale Neonazis in die Quere. Andreas Dresen hat den Roman von Clemens Meyer mit starken Nachwuchsdarstellern verfilmt. Nach all den Mauerfalljubiläen ein beklemmendes Drama über die Zeit kurz darauf.