Berlinale

Für starke Frauen

Nobody Wants the Night (Wettbewerb) Es wird eine Berlinale der starken Frauen, und das fängt schon beim Eröffnungsfilm von Isabel Coixet an. Übrigens erst der zweite Film von einer Frau, mit der je eine Berlinale eröffnet wurde. 1908 reist Juliette Binoche als Frau eines Polarforschers dem Gatten durchs eisige Grönland in ein Expeditionslager hinterher – nur um dort eine traurige Entdeckung zu machen. Da heißt es schon mal: Warm anziehen.

Queen of the Desert (Wettbewerb – außer Konkurrenz) Werner Herzog liebt von jeher extreme Landschaften und Reisen: Diesmal schickt er Nicole Kidman in die Wüste. Während das Osmanische Reich zerbricht, erforscht sie als Schriftstellerin Gertrude Bell die Region. Der weibliche Lawrence von Arabien. Und eine Vermittlerin zwischen Okzident und Orient: Das passt prima in die derzeitige aufgeheizte Lage zwischen Pegida und „Charlie Hebdo“.

Die abhandene Welt (Special) Margarethe von Trotta, erste Frau, die je die Berlinale eröffnete, hat es von jeher mit starken Frauen. Und erzählt gern von Schwestern wie in „Die bleierne Zeit“ und „Schwestern oder die Balance des Glücks“. In ihrem jüngsten Film muss Katja Riemann erkennen, dass sie eine unbekannte Schwester (Barbara Sukowa) hat. Und macht sich auf die Reise, um sie kennenzulernen.

Woman in Gold (Special Gala) Sie war schon Queen Elizabeth II. und Lady Thatcher. Diesmal ist Helen Mirren als Maria Altmann zu erleben, deren Familie vor den Nazis fliehen und ein wertvolles Klimt-Gemälde verkaufen musste. Jahrzehnte später kämpft sie um ihr Erbe und für die Gerechtigkeit – und geht bis vor das höchste Gericht der USA. Mit dabei im Kampf David gegen Goliath: Daniel Brühl, der auch in der Bären-Jury sitzt.