Museen

Alte Meister in der Sempergalerie in Dresden ziehen um

Die Alten Meister in Dresden wechseln im Herbst die Seiten.

Dann sind die Sanierungsarbeiten in der Osthälfte des Semperbaus am Zwinger abgeschlossen und die seit Oktober 2013 im Westteil gezeigten Kunstwerke ziehen dorthin um, wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mitteilten. Für die Neueinrichtung der Präsentation im Ostflügel ist eine Schließung des Museums nötig – vom 14. September bis zum 29. Oktober. Dafür muss die bisherige Komposition den anderen Raumverhältnissen angepasst werden. Der Ausbau des Westflügels beginnt am 1. November und soll bis Ende 2017 dauern. Das Ausstellungsgebäude aus dem 19. Jahrhundert wird seit zwei Jahren grundlegend instandgesetzt. Es musste wegen massiver Schäden an Dach und Wänden Anfang 2013 geschlossen werden. Die mit 47 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagten Bauarbeiten laufen in zwei Etappen, damit die Gemäldegalerie Alte Meister für Besucher zugänglich bleibt. Aus Platzgründen aber wird die Sammlung auf die Hälfte mit rund 400 Gemälden reduziert. Darunter sind bekannte Hauptwerke wie Raffaels „Sixtinische Madonna“.

Die Galerie Alte Meister zählt zu den bedeutendsten Sammlungen ihrer Art. Sie ist berühmt für die Meisterwerke italienischer, holländischer, flämischer und deutscher Maler, zählt jährlich rund eine halbe Million Besucher. Der Reichtum rührt aus der Sammelleidenschaft der sächsischen Kurfürsten.