Wiedereröffnung

Museums-Umbau in Neuruppin fertig: Schau über Fontane

Schinkel und Fontane haben in ihrer Geburtsstadt nun eigene Ausstellungsräume: Am Sonntag ist in Neuruppin das für sieben Millionen Euro umgebaute Museum der Stadt wiedereröffnet worden.

Das in neoklassizistischem Stil errichtete Haus erhielt unter anderem einen modernen Anbau. Die Ausstellungsfläche wurde um 350 auf rund 800 Quadratmeter erweitert. Für Wechselschauen stehen rund 150 Quadratmeter zur Verfügung. „Das riesige neue Museum setzt in Nordbrandenburg neue Maßstäbe“, erklärte Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) vor mehr als 600 Eröffnungsbesuchern.

Als kulturelle Visitenkarte vereine das Haus die kulturhistorisch wichtigen Themen Neuruppins. Das Spektrum reicht vom Geburtsort von Theodor Fontane (1819-1898) und Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) über die Hauptstadt der Bilder mit den Neuruppiner Bilderbogen bis hin zur klassizistischen Planstadt, erklärte Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst (SPD).

Daneben wird auch die neu konzipierte Dauerausstellung die Ur- und Frühgeschichte des Ruppiner Lands sowie die Stadtgeschichte gezeigt. Zusätzlich wird das Museum eine der ältesten Sammlungen im Land beherbergen. Friedrich Christian Graf von Zieten, der Sohn des legendären Husarengenerals, hatte als Landrat des Kreises Ruppin (1800-1841) mit seiner Sammlung „vaterländischer Altertümer“ einst den Grundstock für das Museum gelegt.