Fernsehen

Grütters: ARD und ZDF sollen nicht nur auf Quote achten

ARD und ZDF sollten nach Ansicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mutiger sein und mehr Kino- und Dokumentarfilme zeigen.

„Die öffentlich-rechtlichen Sender produzieren ja viele gute Kinofilme mit, sie sollten dann auch bessere Sendeplätze bekommen“, sagte Grütters der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die öffentlich-rechtlichen Sender müssten und sollten sich angesichts ihres Auftrags nicht immer nur auf die Quote berufen.

Das ZDF betonte dagegen, dass der deutsche Kinofilm einen wichtigen Platz im Sender habe. Der Sender habe darüber hinaus eine sehr starke Fiction, in der Serie, beim Fernsehfilm oder – wie gerade bei „Tannbach“ – bei großen Mehrteilern, „die Wichtiges zu erzählen haben“. Die ARD-Programmdirektion in München wollte sich nicht äußern.

Insgesamt sei die deutsche Filmwirtschaft gut aufgestellt. Grütters verteidigte die jüngsten Beschlüsse zur Filmförderung des Bundes gegen Kritik aus der Branche. Gegen ursprünglich erhebliche Vorbehalte des Bundesfinanzministeriums habe sie den Deutschen Filmförderfonds mit 50 Millionen Euro in ihrem Etat festgeschrieben. „Das sind 20 Millionen Euro mehr, als in der Finanzplanung festgeschrieben waren.“ Aus dem Förderinstrument, das vor acht Jahren geschaffen wurde und allmählich auslaufen sollte, sei ein ständiger Fonds geworden.