Konzert

Tango-Abend mit Daniel Barenboim und Rolando Villazón

Traurige Tangos statt „Ode an die Freude“.

Zu den Silvester- und Neujahrskonzerten dirigiert Daniel Barenboim diesmal in Berlin nicht Beethovens Neunte. Zusammen mit dem mexikanischen Startenor Rolando Villazón wird der aus Argentinien stammende Dirigent und Pianist zum Jahreswechsel Musik aus seiner Heimat spielen. Dabei stehen neben den Tangos für Sänger auch Werke nur für Orchester auf dem Programm. Die beiden Konzerte im Schiller-Theater sind seit Wochen ausverkauft.

„Ich freue mich sehr, mit Daniel Barenboim und der Staatskapelle in Berlin das neue Jahr zu beginnen“, sagt Villazón vor seinem Auftritt. Der Tenor hatte einst seine internationale Karriere an der Seite von Anna Netrebko auch an der Staatsoper begonnen. Und Barenboim hielt zu Villazón, als der Tenor aus stimmlichen Gründen eine längere Auszeit nehmen musste. Jetzt machen beide Tango.

Barenboim, 1942 in Buenos Aires geboren, ist immer wieder in die Welt des Tangos eingetaucht. Bei Besuchen in seiner Geburtsstadt tritt er mit Tango-Größen auf, wie jüngst mit dem Pianisten Horacio Salgán. Auch bei seinem letzten Auftritt im berühmten Teatro Colón in Buenos Aires im August spielte er zusammen mit der Pianistin Martha Argerich. 1992 nahm Barenboim eine Platte mit Musik unter anderem von Astor Piazzolla auf.