Diebstahl

Madonna schützt unfertige Songs vor Datendiebstahl

Nach der illegalen Veröffentlichung mehrerer unfertiger Songs hat Madonna das Internet als „zweischneidiges Schwert“ bezeichnet.

„Das Internet ist ebenso konstruktiv und hilfreich dabei, Menschen zusammenzubringen wie dabei, gefährliche Dinge zu tun und Menschen zu verletzen. Es ist ein zweischneidiges Schwert“, sagte die US-Popsängerin dem Magazin „Billboard“. Über den Hacker-Angriff auf das Filmstudio Sony Pictures sagte Madonna: „Es ist einfach die Zeit, in der wir leben. Es sind verrückte Zeiten.“

Mindestens zehn unfertige Lieder des britischen Weltstars waren kürzlich im Internet gelandet. Madonna veröffentlichte daraufhin vorab sechs Songs aus ihrem neuen Album „Rebel Heart“, das eigentlich erst im März nächsten Jahres erscheint. Sie wolle, dass ihre Fans die Lieder in der fertigen Fassung hörten, statt in der im Internet kursierenden unvollendeten Version, sagte Madonna damals. In dem Interview mit „Billboard“ zeigte sich der Popstar überrascht, dass die Songs gestohlen wurden. Sie arbeite nicht mehr mit Servern, sondern speichere die Musik auf Computern ohne Internetanschluss.

„Wir sind nicht im Internet, wir arbeiten in einer Weise, dass niemand auf die Daten zugreifen kann“, sagte Madonna. Festplatten mit Musikaufnahmen würden per Hand überbracht. „Wir lassen Musik nicht herumliegen“, betonte die Musikerin noch einmal.

Der Vorfall fällt mit einem Cyber-Angriff auf Sony Pictures zusammen, das die Satire „The Interview“ über ein Mordkomplott gegen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un produziert hatte. US-Präsident Barack Obama machte Nordkorea für den Angriff verantwortlich. Pjöngjang wies den Vorwurf scharf zurück.