Literatur

Verfassungsgericht: Suhrkamp-Rettung kann weitergehen

Das Bundesverfassungsgericht hat den Weg frei gemacht für die Rettung des Suhrkamp-Verlages.

Es entschied, dass das Traditionshaus eine Aktiengesellschaft werden darf. Am Freitag veröffentlichten die Verfassungsrichter die in der Literaturbranche mit Spannung erwartete Entscheidung: Sie wiesen den Eilantrag von Suhrkamp-Miteigentümer Hans Barlach ab. Barlach ist strikt gegen den Sanierungsplan von Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz, der eine Umwandlung des Verlages von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft vorsieht (2 BvR 1978/13). Die Verfassungsrichter entschieden nach einer in Eilsachen üblichen Folgenabwägung: Wenn die Umwandlung jetzt nicht weitergehen könne, sei der Schaden für Verlag, Arbeitnehmer und Gläubiger viel größer als die Nachteile Barlachs bei Vollzug des Sanierungsplans.

Suhrkamp will nun zügig Fakten schaffen und eine Aktiengesellschaft werden. Der Weg zur vollständigen Umsetzung des Insolvenzplans sei endgültig frei, erklärte Suhrkamp-Sprecherin Tanja Postpischil.