Archäologie

Hermann Parzinger fürchtet Zerstörung von Kulturgütern

Das Milliardengeschäft mit geplünderten und geraubten Kulturgütern boomt.

Nach Einschätzung der Unesco steht der Handel mit illegalen Antiken inzwischen an dritter Stelle der internationalen Kriminalität – direkt hinter Waffen und Drogen. In Berlin setzen sich am kommenden Donnerstag und Freitag Experten mit Folgen und Auswirkungen auseinander. Als einer der Mitinitiatoren der Konferenz warnte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, in einem dpa-Interview vor der dramatischen Lage in Krisengebieten wie Mali oder Syrien. „Es geht gar nicht nur um den illegalen Handel“, sagte er. „Schon bevor es dazu kommt, werden archäologische Stätten zerstört, historische Kontexte auseinandergerissen und das kulturelle Erbe der Menschheit vernichtet.“ Veranstalter der Konferenz im „Weltsaal“ des Auswärtigen Amtes sind die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Deutsche Archäologische Institut und der Deutsche Verband für Archäologie.