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Literatur: Berlin gibt Dokumente an israelitische Gemeinde zurück ++ Bühne: Brecht-Festival widmet sich dem Exil des Autors ++ Auktion: Turner-Gemälde für 39 Millionen Euro versteigert ++ TV-Charts: „Aktenzeichen XY... “ liegt vor „Sushi in Suhl“

Berlin gibt Dokumente an israelitische Gemeinde zurück

Die israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) erhält in der NS-Zeit gestohlene Dokumente von der Berliner Staatsbibliothek zurück. Die 13 Bände hätten zu einer Sammlung gehört, die 1939 und 1941 auf Befehl von Adolf Eichmann in das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) nach Berlin gebracht wurden. Teile davon wurden nach Niederschlesien und Nordböhmen ausgelagert. Nach 1945 wurde ein geringer Anteil wieder gefunden, wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mitteilte. Es handelt sich dabei um Druckschriften, die zwischen 1840 und 1914 erschienen sind. Vier Bände stammen aus dem früheren Eigentum der Kultusgemeinde, die übrigen neun gehörten jüdischen Organisationen, deren Rechtsnachfolgerin die IKG Wien ist. Die Staatsbibliothek hatte 11.000 besonders verdächtige Druckschriften überprüft.

Brecht-Festival widmet sich dem Exil des Autors

Das Augsburger Brecht-Festival 2015 beschäftigt sich mit dem Wirken des Schriftstellers während seines Exils in den 30er- und 40er-Jahren. „In seiner Exilzeit schuf Brecht mit Themen wie Flucht, Terror und Krieg in einer bis dahin nicht gekannten Weise neue Felder der Kunst“, meinte der künstlerische Leiter Joachim Lang. Bertolt Brecht habe mit seinem Werk „wie kein anderes die finsteren Zeiten“ des vergangenen Jahrhunderts thematisiert. Zu dem vom 30. Januar bis 10. Februar dauernden Festival in der Geburtsstadt Brechts werden auch das Berliner Ensemble mit Intendant Claus Peymann sowie die Schauspieler Sebastian Koch, Burghart Klaußner und Thomas Thieme erwartet.

Turner-Gemälde für 39 Millionen Euro versteigert

Ein Meisterwerk des britischen Malers William Turner (1775-1851) ist für fast 39 Millionen Euro versteigert worden. Ein anonymer Bieter zahlte in London am Mittwochabend für das Bild „Rom, vom Monte Aventino gesehen“ den höchsten Preis, für den je ein Turner-Gemälde unter den Hammer kam, teilte das Auktionshaus Sotheby’s mit. William Turner zählt zu den größten englischen Landschaftsmalern und gilt als einer der führenden Vertreter der Romantik. Als Maler des Lichts und der Geschwindigkeit ging er in die Geschichte ein. Nach ihm ist auch der bekannte Turner-Kunstpreis benannt. Danach folgte die vorweihnachtliche Sat.1-Reihe „Das große Backen“ mit 1,79 Millionen Zuschauern.

„Aktenzeichen XY... “ liegt vor „Sushi in Suhl“

Der ZDF-Kriminalklassiker „Aktenzeichen XY... ungelöst“ hat weiten Teilen des Fernsehpublikums am Mittwochabend besser gefallen als die zeitgleiche ARD-Komödie „Sushi in Suhl“. Das mittlerweile 47 Jahre alte Magazin zur Verbrechensbekämpfung verfolgten ab 20.15 Uhr 6,06 Millionen Zuschauer. Der Film um ein exotisches Restaurant zu DDR-Zeiten interessierte 4,09 Millionen Menschen. Die RTL-Dokumentation „30 Jahre Modern Talking – Die ganze Wahrheit“ über das Musiker-Duo Dieter Bohlen/Thomas Anders kam mit 3,53 Millionen Zuschauern um 20.15 Uhr auf Platz drei.