Kino

Filmproduzenten sorgen sich um Aufträge aus Hollywood

In der Konkurrenz um Aufträge aus Hollywood befürchtet die deutsche Filmbranche große Nachteile angesichts einer drohenden Kürzung von Fördergeldern.

Im Bundestag soll der Haushaltsausschuss an diesem Donnerstag über einen Vorschlag von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) entscheiden, den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) von 60 auf 50 Millionen Euro zu senken.

Sollten die Parlamentarier zustimmen, stehe die Wettbewerbsfähigkeit der Filmindustrie auf dem Spiel, erklärte die Allianz Deutscher Produzenten am Dienstag. Blockbuster wie „Fack Ju Göthe“ oder Erfolge wie „Das weiße Band“ oder „Inglorious Basterds“ könnten dann möglicherweise nicht mehr in Deutschland gedreht werden. Das Modell sei von vielen anderen Ländern übernommen worden, die nun an Deutschland vorbeiziehen könnten.

Schon die Diskussion über den Förderfonds habe dem Filmstandort Deutschland schweren Schaden zugefügt, sagte Christoph Fisser, Vorstand von Studio Babelsberg. Sein Studio habe deswegen zwei große internationale Produktionen verloren, in Los Angeles gelte die Bundesrepublik als unzuverlässig, so Fisser bei einer Anhörung im Berliner Rathaus am Dienstag. Für ausländische Produzenten sei die Bundesförderung ein entscheidender Grund, in Deutschland zu drehen. 2013 war der DFFF zunächst auf 70 Millionen Euro aufgestockt und danach auf 60 Millionen zurückgefahren worden. Laut Produzentenallianz lösen Fördergelder von 60 bis 70 Millionen Euro Investitionen von 2,5 Milliarden Euro aus.