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Literatur: Wilhelm-Raabe-Preis für Berliner Thomas Hettche ++ Film: Rekord: 42.000 Besucher beim Dok Leipzig ++ TV-Quoten: Thriller mit Götz George siegt im Familienprogramm

Wilhelm-Raabe-Preis für Berliner Thomas Hettche

Der Berliner Schriftsteller Thomas Hettche ist für seinen Roman „Pfaueninsel“ mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Er bekam den Preis am Sonntag in Braunschweig überreicht. In „Pfaueninsel“ geht es um ein kleinwüchsiges Schlossfräulein, das tatsächlich im 19. Jahrhundert gelebt hat. Der Roman, der für den Deutschen Buchpreis 2014 nominiert war, habe „einen überzeitlichen Glanz und ist doch ein souverän verfasstes literarisches Werk ganz von heute“, begründete die Jury ihre Wahl. Der Preis wird von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk gestiftet und ist mit 30.000 Euro dotiert. Im vergangenen Jahr erhielt Marion Poschmann den Preis.

Rekord: 42.000 Besucher beim Dok Leipzig

Vor allem aktuelle politische Dokumentarfilme haben dem Filmfestival Dok Leipzig einen neuen Besucherrekord beschert. Zur 57. Ausgabe des Internationalen Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm zählten die Veranstalter am Sonntag rund 42.000 Zuschauer. Am Sonnabend vergab das Dok Leipzig in fünf Kategorien die begehrten und mit bis zu 10 000 Euro dotierten Goldenen Tauben. Im internationalen Wettbewerb setzte sich der französische Dokumentarfilm „Les règles du jeu“ (Die Spielregeln) durch. Die Filmemacher Claudine Bories und Patrice Chagnard erzählen in dieser „subtilen, poetischen Dokumentarfilmkomödie“ von einer Gruppe junger Franzosen auf Arbeitssuche.

Thriller mit Götz George siegt im Familienprogramm

Der Sträflings-Thriller „Besondere Schwere der Schuld“ mit Götz George ist am Sonnabend zur besten Sendezeit mit Abstand Quotensieger geworden. 6,85 Millionen schalteten den im Ruhrgebiet spielenden Psychokrimi mit dem langjährigen Schimanski-Darsteller ein. Das ZDF erreichte mit dem Finale seiner Show „Der Quiz-Champion 2014“ 5,28 Millionen. Verlierer des Abends war wohl ProSieben: Nachdem Entertainer Stefan Raab (48) wegen Grippe erstmals seine Show „Schlag den Raab“ ausfallen lassen musste, interessierte der Programmersatz, der Fantasyfilm „Alice im Wunderland“, nur 1,28 Millionen Zuschauer.