Kleinkunst

Akademie der Künste verteidigt Nuhrs Islam-Witze

Der Präsident der Akademie der Künste, Klaus Staeck, hält die Anzeige gegen den Kabarettisten Dieter Nuhr wegen mutmaßlicher religiöser Beleidigung für aussichtslos.

Nuhr nehme nur sein Recht auf Meinungsfreiheit wahr, sagte Staeck im Deutschlandradio Kultur. Da dieses Recht von deutschen Gerichten sehr ernst genommen werde, müsse sich Nuhr juristisch „keine großen Sorgen“ machen, sagte der Akademiepräsident, der selbst Jurist ist. Natürlich dürfe man über Götter spotten, so Staeck. Zu behaupten, Nuhr sei ein Hassprediger, sei „absurd“. Der Grafiker forderte, sich nicht von religiösen Fanatikern einschüchtern zu lassen. „Wenn wir nur noch alle vorsichtig sind, wo der andere sich möglicherweise verletzt fühlen könnte, dann können wir von Meinungsfreiheit nicht mehr groß reden“, sagte er. Ein Muslim aus Osnabrück hatte Nuhr in der vergangenen Woche angezeigt.