Ausstellung

Monat der Fotografie

500 Künstler an 125 Orten zeigen ihre Blick auf Europa

Vier Wochen lang wird Berlin zum Mekka für Fotofreaks und all jener, die mehr als ihre Selfies mögen. Der Monat der Fotografie ist Deutschland größtes Fotofestival. Das Thema lautet „Umbrüche und Utopien. Das andere Europa“ – es bietet viel Spielraum für verschiedenste Ansätze. So soll es sein: 125 Institutionen – Museen, Kulturinstitute, Galerien, Botschaften, Landesvertretungen, Fotoschulen und Projekträume – sind beim 10. Jubiläum dabei – mit rund 500 Fotokünstlern. Da gibt es jede Menge zu sehen, eine gezielte Auswahl allerdings ist unvermeidlich. Da gibt es die großen Namen neben jungen Talenten, Klassisches neben Experimentellem.

Die Lust der Fotokünstler am Inszenatorischen jedenfalls ist groß. Auch Dokumentarisches hat einen großen Stellenwert, das geteilte Berlin ist heuer ein wichtiges Thema. Die Vergangenheit der Stadt steht vielerorts im Fokus: Will McBrides Schwarz-Weiß-Bilder früher Trümmerlandschaften bis zum Mauerbau begeistern durch ihre Authentizität. Daniel und Geo Fuchs sind ebenfalls auf Spurensuche und dokumentieren in „Stasi – Secret Rooms“ die verlassenen Stätten des Ministeriums für Staatssicherheit.

Der Martin-Gropius-Bau ist Headquarter des Monats der Fotografie, hier eröffnet das Festival mit einem dreitägigen Rundumprogramm am 16. Oktober. Hier gibt es auch die zentrale Schau „Memory Lab: Die Wiederkehr des Sentimentalen“, Nan Goldin, Andreas Mühe oder Nasan Tur sind dabei. Der Eintritt ist frei.