Literatur

Kölner Verleger Stefan Lübbe stirbt an einem Herzinfarkt

Er machte den Deutschen die Thriller von Dan Brown schmackhaft, verdiente aber auch Geld mit Groschenromanen.

Im Alter von nur 57 Jahren erlag Stefan Lübbe, der Mehrheitsaktionär des Kölner Verlagshauses Bastei Lübbe, am Montag in Südfrankreich einem Herzinfarkt, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Stefan Lübbe war nach einem Betriebswirtschaftsstudium bereits 1987 in das elterliche Verlagshaus eingetreten und hatte dort nach dem Tod des Vaters bald eine Führungsrolle übernommen. Der über 60 Jahre alte Verlag bringt Romanhefte wie „Jerry Cotton“ auf den deutschen Markt, aber auch Bestseller-Autoren wie Ken Follett („Die Säulen der Erde“). Die operative Leitung des Unternehmens gab Lübbe nach dem Börsengang des Verlags im Jahr 2013 ab. Doch hält die Familie weiter die Mehrheit am Unternehmen. Seine Ehefrau Birgit Lübbe übernehme das verlegerische Erbe, teilte Bastei Lübbe mit. Stefan Lübbe lebte mit seiner Frau in Bergisch Gladbach, das Paar hat eine Tochter.