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Fernsehen: Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis ++ Medien: Sparkurs: Gruner Jahr streicht Henri-Nannen-Preis ++ Wettbewerb: Kinder-Tanzprojekt des Staatsballetts Berlin gewinnt ++ TV-Quoten: Acht Millionen verfolgten die Champions League

Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis

Der Deutsche Fernsehpreis hebt in diesem Jahr die sozialkritischen und historischen Formate heraus. Aus diesem Grund habe sich die Jury in der Kategorie Bester Mehrteiler entschieden, non-fiktionale Produktionen zu nominieren, sagte der Jury-Vorsitzende Torsten Körner bei der Bekanntgabe der Nominierungen in Berlin. Nominiert sind die ARD-Produktion „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“, „24h Jerusalem“ von BR und ARTE und „Geliebte Feinde – Die Deutschen und Franzosen“ (Arte). Bei der Besten Reportage setzt die Jury auf investigative Formate. Der Deutsche Fernsehpreis wird am 2. Oktober in 16 Kategorien verliehen.

Sparkurs: Gruner Jahr streicht Henri-Nannen-Preis

Der Henri-Nannen-Preis für die besten journalistischen Arbeiten fällt im nächsten Jahr aus. Grund sind laut Gruner Jahr die angekündigten Sparmaßnahmen. Insbesondere die feierliche Gala „erscheint uns in dieser Lage nicht angemessen“, sagte Verlagssprecher Claus-Peter Schrack. Man sorge sich darüber, dass die öffentliche Diskussion um Sparmaßnahmen und Stellenabbau auch die Preisträger beschädigen könnte. Sie müssten sich einem öffentlichen Diskurs stellen, „der mit ihrer ausgezeichneten Leistung nichts zu tun hat“, erläuterte Schrack. Das Verlagshaus will 400 Arbeitsplätze in Deutschland streichen und in den kommenden drei Jahren 75 Millionen Euro einsparen.

Kinder-Tanzprojekt des Staatsballetts Berlin gewinnt

„Traumkinder – Wenn der Schlaf mit mir tanzen will“ erhält am heutigen Freitag den ersten Preis im Bereich Musiktheater innerhalb des zehnten „Kinder zum Olymp!“-Wettbewerbs. Das Tanzprojekt mit 150 Kindern aus fünf Berliner Schulen setzte sich gegen 675 Projekte durch. „Traumkinder“, initiiert von Tanz ist KLASSE! e.V. und dem Staatsballett Berlin, entstand in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Schlaf. Im Mai diesen Jahres erlebte die Produktion ihre Uraufführung in der Staatsoper im Schiller-Theater.

Acht Millionen verfolgten die Champions League

Wenn der FC Bayern München in der Champions League spielt, dann ist auch die Mehrheit des Fernsehpublikums dabei: Am Mittwochabend schalteten ab 20.45 Uhr exakt 8,00 Millionen Zuschauer die ZDF-Übertragung von der Partie des Deutschen Meisters gegen den englischen Meister Manchester City ein, die die Bayern mit 1:0 für sich entschieden. Bei der Konkurrenz ging es bescheidener zu: Das ARD-Drama „Monsoon Baby“ mit Julia Jentsch und Robert Kuchenbuch 3,09 Millionen Menschen.