Kunst

Familiengeschichte von Caspar David Friedrich erforscht

Kunsthistoriker haben die Familiengeschichte des Malers Caspar David Friedrich (1774-1840) erforscht und dabei neue Erkenntnisse zu Tage gefördert.

So war bekannt, dass Friedrich, der als prominentester Maler der deutschen Romantik gilt, und seine Frau Caroline drei gemeinsame Kinder hatten. Im Taufregister der Dresdner Kreuzkirche stieß die Kunsthistorikerin Susanne Papenfuß nun auf einen vierten Kindeseintrag. Das Kind wurde 1821 tot in Dresden geboren. Zudem gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es noch lebende direkte Nachfahren des bekannten Malers der Romantik gibt. Bisher war davon ausgegangen worden, dass heute nur noch Nachfahren von Friedrichs Geschwistern leben.

Der Grund: Die Kunstgeschichte habe sich bislang auf Stammbäume aus den 1940er-Jahren gestützt, bei denen aber nur die männliche Linie der Kinder Friedrichs weiterverfolgt wurden, sagte die Vorsitzende der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft, Dagmar Lißke. Friedrich hatte aber neben seinem 1824 geborenen Sohn Gustav Adolf Friedrich auch zwei Töchter: die 1819 erstgeborene Emma Johanna und Schwester Agnes Adelheid, die 1823 auf die Welt kam. „Die Quellenlage war extrem schwierig“, sagte Papenfuß über ihre drei Jahre dauernde Recherchearbeit. Der auf den aktuellen Forschungen beruhende Stammbaum ist ab Freitag zusammen mit einer Sonderausstellung im Caspar-David-Friedrich-Zentrum im Geburtshaus des Malers in Greifswald zu sehen.