Strukturwandel

Gruner+Jahr will in drei Jahren 400 Stellen einsparen

Das Medienhaus Gruner+Jahr, das Zeitschriften wie „Stern“, „Brigitte“ und „Geo“ herausgibt, streicht in den kommenden drei Jahren rund 400 Arbeitsplätze in Deutschland.

Angesichts rückläufiger Marktentwicklungen im Printgeschäft sollen in diesem Zeitraum 75 Millionen Euro eingespart werden, teilte der Verlag am Mittwoch in Hamburg mit. „Die Einsparungen sollen durch eine signifikante Reduzierung der Sach- und Personalkosten erreicht werden und betreffen alle Bereiche von Gruner+Jahr Deutschland.“ Im Inland sind rund 2400 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Stellenabbau soll sozialverträglich und auch unter Nutzung von Fluktuation und Altersteilzeit-Regelungen umgesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen wurden nicht ausgeschlossen. Erste konkrete Maßnahmen sollen es im Herbst geben. Der Verlag steckt derzeit in einem Strukturwandel vom klassischen Zeitschriftenverlag hin zu einem digitalen Haus der Inhalte. Sowohl im Vertriebs- als auch im Anzeigenmarkt entwickele sich Gruner+Jahr bei vielen Titeln besser als der Markt, so Vorstandschefin Julia Jäkel. Geschäftszahlen zum Jahresverlauf 2014 wurden nicht veröffentlicht.