Denkmalsockel

„Frauensache“: Ausstellung über die Hohenzollern-Damen

Als Vorbote zu der Ausstellung sind bereits – rund um das Schloss Charlottenburg, vor der Villa Liegnitz in Potsdam und in der Zitadelle Spandau – leere Denkmalsockel aufgestellt.

Als Stellvertreter für historische Personen. Kinder und Touristen stellen sich daneben und machen Fotos. Die Denkmalsockel stehen quasi für die Leerstellen, weil die Hohenzollern-Frauen keine Rolle für die Geschichte des Staates gespielt hätten. „Frauensache. Wie Brandenburg Preußen wurde“, so heißt dann auch die Ausstellung, die für nächsten August geplant ist. Sie soll die Aufmerksamkeit auf die vergessenen Leistungen der Hohenzollern-Damen richten.

Es geht um die Ehefrauen und Töchter der fürstlichen Machthaber, die sich mit viel größeren Sachen beschäftigt haben als nur mit „Kindern, Küche und Kirche“. Nächstes Jahr ist es 600 Jahre her, seit König Sigismund, der Vertreter der Dynastie, zum ersten Mal politisch aufgetreten ist und damit die Geschichte der Hohenzollern begann. Ohne diese Frauen, so die These, wäre der Aufstieg des Hohenzollernstaates nicht möglich gewesen. Schirmherrin der Ausstellung ist Sophie Prinzessin von Preußen. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) hat bereits in den vergangenen Jahren die Bedeutung einzelner Königinnen wie Sophie Charlotte und Königin Luise thematisiert. Die neue Schau will sich mit ihrer Gesamtleistung auseinandersetzen, möchte aber auch das Publikum mit den einzelnen Frauen des Adelsgeschlechts bekannt machen.