Ausstellung

Leihgaben von Achenbach dürfen in Museen bleiben

Museen können vorerst aufatmen: Leihgaben der insolventen Kunstberatungsfirma des wegen Betrugsverdachts inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach dürfen in den Häusern bleiben.

Solange die Verträge von beiden Seiten erfüllt würden, könnten versicherte Gegenstände grundsätzlich in Museen bleiben, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Marc d’Avoine mit. D’Avoine machte keine Angaben, um welche und wie viele Werke es sich handelt.

Gegen den prominenten Düsseldorfer Kunstberater hatte zuerst die Witwe des Aldi-Erben Berthold Albrecht und dann die Vibro Art GmbH der Unternehmerbrüder Viehof Anzeige erstattet. Achenbach soll Rechnungen für Kunstwerke und Oldtimer nach oben frisiert und seine Kunden um Millionen-Summen betrogen haben. Komplizierter sieht es mit der Zukunft der wertvollen Kunstsammlung „Rheingold“ aus, an der Achenbach und mehrere Unternehmer – auch die Viehofs – beteiligt sind. Zwar ist die Sammlung nach Angaben d’Avoines nicht vom Insolvenzverfahren betroffen, da sie nicht zum Vermögen der Achenbach Kunstberatung zähle. Allerdings hatte die Staatsanwaltschaft Essen die privaten Anteile Achenbachs kurz nach dessen Inhaftierung im Juni sperren lassen.