Mäzen

Lars Windhorst unterstützt künftig C/O-Galerie

Die C/O-Galerie braucht Geld, um ihr neues Domizil im Amerika Haus am Bahnhof Zoo auszustatten.

So kam man erst kürzlich auf die Idee des „Crowdfunding“, tatsächlich kamen über 122.000 Euro aus 430 Einzelspenden zusammen. Nun gibt es neue Unterstützung: C/O Berlin erhält in den kommenden drei Jahren finanzielle Zuwendungen vom Unternehmer Lars Windhorst. Mit Windhorsts Finanzierung, sagt Felix Hoffmann von C/O, „werden wir die Fixkosten substantiell dämpfen können“. Es handelt sich dabei um eine Summe von 250.000 Euro pro Jahr. Allein für die Miete zahlt das private Ausstellungshaus 360.000 Euro jährlich an das Land Berlin, hinzu kommen 20.000 Euro an laufenden Betriebskosten. „Bei diesen Summen sind wir unter Zugzwang“, so Hoffmann. Ohne Ausstellungsbetrieb hat C/O derzeit keine Einnahmen aus Ticket- und Katalogverkauf. Das Haus ist auf Spenden, Sponsoring und Projektförderungen angewiesen.

Lars Windhorst, einst Unternehmens-Wunderkind, der später mehrere Pleiten hinlegte, ist nicht unumstritten. Bei C/O zeigt man sich vertrauensvoll: „Das ist Mäzenatentum einer Privatperson. Wir haben Verträge, da kann man sicher sein.“ Es sei das erste Mal, dass nicht nur ein Projekt, sondern die Institution selbst gefördert wird. Windhorst fördert auch die bekannte Serpentine Gallery in London. Am 30. Oktober wird nach anderthalbjährigem Umbau das Amerika Haus wieder eröffnet, C/O wird Magnum zeigen.