Aktion

Protestbrief von 550 Autoren an Amazon

Bereits mehr als 550 Schriftsteller haben inzwischen ein Protestschreiben deutscher Autoren an das US-Internetkaufhaus Amazon unterzeichnet.

Das teilten die Organisatoren am Freitag mit. In dem Schreiben werfen die Autoren Amazon vor, Empfehlungslisten zu manipulieren, um höhere Rabatte zu erzwingen. Gefordert wird ein „fairer Buchmarkt“.

Die Aktion wird organisiert unter anderem vom PEN-Zentrum Deutschland und vom Verband deutscher Schriftsteller. Zu den Erstunterzeichnern gehören Schriftsteller wie Ingrid Noll („Die Apothekerin“), Nele Neuhaus („Sommer der Wahrheit“), Eva Rossmann („Männerfallen“) und „Tatort“-Autor Fred Breinersdorfer, ebenfalls unterzeichnet haben den Angaben zufolge Ulrich Wickert, Juli Zeh, Günter Wallraff und Klaus Staeck.

„Amazon manipuliert Empfehlungslisten. Amazon nimmt Autoren und ihre Bücher als Druckmittel her, um noch mehr Rabatte zu erzwingen“, heißt es in dem Schreiben an Amazon-Chef Jeff Bezos. Betroffen seien Verlage, die sich gegen die Rabattforderungen von Amazon wehren. Das gilt insbesondere für die Bonnier-Gruppe, zu der unter anderem die Verlage Piper und Ullstein gehören. Zu den Druckmitteln von Amazon gehört den Organisatoren des Protests zufolge, Bücher bestimmter Autoren nur mit Verzögerung auszuliefern und diese von Empfehlungslisten („Kunden haben auch gekauft/angesehen“) zu streichen, womit diese quasi „unsichtbar“ würden.