Debatte

Holzrest-Kunstwerk „Risiko“ wird vorzeitig abgebaut

Misst man ein 17 Meter langes Kunstwerk aus Holzresten mit den gleichen Brandschutzmaßstäben wie Abfall?

Diese Frage hat in Neubrandenburg eine Grundsatzdebatte über Kunst ausgelöst. Nun muss die umstrittene Kunstinstallation „Risiko“ in Neubrandenburg doch eher als geplant abgebaut werden. Wie ein Sprecher sagte, wird der Künstler Holger Stark die 17 Meter lange Arbeit aus Holzresten am 1. September abräumen, sechs Tage vor Ende der Kunstschau. Vorher soll es eine öffentliche Diskussion zum Kunstwerk geben, sagte die Leiterin der Kunstsammlung, Merete Cobarg.

Das „Risiko“ verstößt nach Ansicht von Experten der Feuerwehr gegen Brandschutzauflagen. Ein entsprechendes Gutachten hatteeine Debatte über moderne Kunst angestoßen. Das „Risiko“ gehört zur Kunstschau „Fünf Positionen der Gegenwart“, die seit Ende Juni läuft. Starks Kunstwerk zieht sich aus einem Ausstellungsraum hinaus auf den Innenhof. Es besteht aus Holzresten aus dem Bootsbau und ist jeweils vier Meter breit und hoch. Wie man sieht, durchbricht das Werk normale Vorstellungen von Kunst.