Literatur

36.000 Bücher der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar restauriert

Zehn Jahre nach dem verheerenden Brand vom 2. September 2004 in der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek stehen 36.000 brandgeschädigte Bände wieder für die Benutzung zur Verfügung.

Seit der Katastrophe mit einem Totalverlust von 50.000 Titeln seien zudem 41.000 alte Bücher neu in den Bestand integriert worden, teilte die Klassik-Stiftung am Donnerstag in der Thüringer Kulturstadt mit. Dazu gehörten über 10.000 Ersatzexemplare für verbrannte Bücher.

Bei dem Bibliotheksbrand wurden insgesamt 62.000 Bände beschädigt, davon 37.000 mit Wasser- und Hitzeschäden an den Einbänden und 25.000 Titel durch Brandschäden an den Papieren. Diese sogenannten Aschebücher werden in einer Spezialwerkstatt der Stiftung restauriert. Bisher sind über 440.000 Blatt bearbeitet, was mehr als 2.200 Bänden entspricht. Die sanierte historische Bibliothek wurde bereits drei Jahre nach dem Brand im Herbst 2007 wiedereröffnet. Seit 1998 gehört die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek zum Weltkulturerbe der Unesco.