Wirtschaft

Firmengruppe von Achenbach stellt Insolvenz-Antrag

Drei Unternehmen, an denen der inhaftierte Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach beteiligt ist, haben am Donnerstag Insolvenz angemeldet.

Das Amtsgericht Düsseldorf bestätigte, dass Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden seien. Die drei Unternehmen seien zahlungsunfähig, teilte die Achenbach-Gruppe mit.

Helge Achenbach, 62, war am 10. Juni nach der Rückkehr von einer Kunstaktion im WM-Quartier der Deutschen Nationalmannschaft in Brasilien am Flughafen festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, Kunstwerke und Oldtimer mit verdeckten Preisaufschlägen und gefälschten Rechnungen an den Aldi-Erben Berthold Albrecht weiterverkauft zu haben. Der Kunstberater sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft. Als Grund für die Insolvenz gab die Achenbach-Gruppe an, dass „wesentliche Vermögenswerte derzeit durch gerichtliche Verfügungen blockiert und Kunstgegenstände und Konten“ gepfändet seien. Dadurch seien die Gesellschaften nicht mehr in der Lage, Kunstobjekte zu veräußern und Zahlungen zu tätigen. Mit einer angestrebten Planinsolvenz wolle man die Sanierung der Gruppe erreichen. Helge Achenbach sei an allen drei Unternehmen als Minderheitsgesellschafter beteiligt, sagte ein Sprecher. Betroffen seien insgesamt 20 Mitarbeiter.