Prozess

Gericht verhandelt über ein entsorgtes Rehberger-Kunstwerk

Der Prozess um ein verschwundenes Kunstwerk des Frankfurter Städel-Professors Tobias Rehberger geht am Mittwoch in eine neue Runde.

Das Landgericht Frankfurt will sich mit mehreren Zeugenvernehmungen ein Bild darüber machen, ob das „begehbare Kunstwerk“ – eine fest installierte Sitzgruppe in einem Szene-Klub im Frankfurter Ostend – tatsächlich von der beklagten Deka-Bank als Hauseigentümerin widerrechtlich ausgebaut und entsorgt wurde.

Die Betreiber des 2012 wegen Mietrückständen geschlossenen und später geräumten Klubs behaupten dies und fordern deshalb knapp drei Millionen Euro Schadensersatz. Das künstlerische Renommee des Biennale-Teilnehmers rechtfertige einen derart hohen Betrag.

Ein Gütetermin hatte im Dezember kein Ergebnis gebracht. Nach Ansicht der Bank wurde den Klub-Betreibern ausreichend Zeit gelassen, das Kunstwerk auszubauen und mitzunehmen. Sie hätten diese allerdings verstreichen lassen. Mit einem Urteil kann am Mittwoch noch nicht gerechnet werden. Laut Gerichtssprecher muss zunächst das Ergebnis der Beweisaufnahme schriftlich festgehalten werden.