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Festival: Barenboim fürchtet Folgen nach Krieg in Nahost ++ Film: Douglas-Sirk-Preis 2014 geht an Regisseur Fatih Akin ++ : TV-Quoten: ZDF-Krimi stärker als Zirkusfilm mit Pattinson

Barenboim fürchtet Folgen nach Krieg in Nahost

Der Generalmusikdirektor der Staatsoper Daniel Barenboim, 71, hat sich zutiefst besorgt über die Folgen des jüngsten israelisch- palästinensischen Konflikts geäußert. „Alle Kriege gehen eines Tages zu Ende. Doch was wird in Israel und Palästina geschehen, wenn dieser Krieg vorbei ist? Den Hass wird keine politische Verhandlung beseitigen können“, sagte der Maestro in Buenos Aires. Den Gaza-Konflikt nannte der in Argentinien geborene Israeli Barenboim inakzeptabel und asymmetrisch. Das israelische Militär bezeichnete er als „Besatzer“, die Palästinenser als „Besetzte“. Barenboim war zur Vorstellung eines nach ihm benannten Festivals im berühmten Teatro Colón nach Buenos Aires gereist.

Douglas-Sirk-Preis 2014 geht an Regisseur Fatih Akin

Regisseur Fatih Akin, 40, erhält in diesem Jahr den Douglas-Sirk-Preis des Filmfests Hamburg. „Für eine ganze Generation von Filmemachern ist er ein Vorbild – sowohl in der Türkei als auch hier in Deutschland, und das nicht nur bei den Deutsch-Türken, die fast so etwas wie eine eigene „Schule“ kreiert haben“, sagte Festivalleiter Albert Wiederspiel. Seine stark in Hamburg geerdeten Filme verliehen der Stadt „einen Platz auf der Weltkarte des Kinos“. Mit der Auszeichnung, die nach dem in Hamburg geborenen Filmregisseur Douglas Sirk (1897-1987) benannt ist, ehrt das Filmfest seit 1995 jedes Jahr Verdienste um die Filmkultur.

ZDF-Krimi stärker als Zirkusfilm mit Pattinson

Gutes von gestern schmeckt dem Fernsehpublikum: Die Wiederholung des Krimis „Mord in Ludwigslust“ ist am Montag die stärkste TV-Sendung des Abends gewesen. 4,85 Millionen Zuschauer sahen ab 20.15 Uhr den Film mit Anja Kling und Marc Waschke. Das ARD-Zirkusdrama „Wasser für die Elefanten“ musste sich trotz prominenter Darsteller wie Christoph Waltz, Robert Pattinson und Reese Witherspoon mit dem zweiten Platz zufriedengeben – 3,17 Millionen schalteten ein. Die RTL-Dokusoap „Henssler hinter Gittern“ verfolgten 2,11 Millionen Zuschauer.