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Kulturpolitik: Goethe-Institut will Schutz der Kultur bei Freihandel ++ Kunst: Beuys-Weggefährte verteidigt Fettecken-Schnaps ++ TV-Quoten: „Got to Dance“ stärker, „Offline“ schwächer

Goethe-Institut will Schutz der Kultur bei Freihandel

Die Mitgliederversammlung des Goethe-Instituts hat für das geplante Freihandelsabkommen mit den USA einstimmig einen besonderen Schutz für Kultur und Bildung gefordert. „Kultur ist ein öffentliches Gut, das öffentliche Förderung verdient und benötigt“, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Beschluss. Sie dürfe nicht den Prinzipien des freien Welthandels unterworfen werden. Zudem forderte die Mitgliederversammlung mehr Transparenz bei den Gesprächen. Mit dem Transatlantischen Freihandelsabkommens wollen die EU und die USA die größte Freihandelszone der Welt schaffen. Vor allem in Deutschland und Frankreich gibt es Bedenken, dass die Kultur damit unter die Räder kommt.

Beuys-Weggefährte verteidigt Fettecken-Schnaps

Im Streit um die Verarbeitung der Reste von Joseph Beuys’ berühmter Fettecke zu Schnaps hat ein alter Weggefährte die Kunstaktion verteidigt. Mit der Destillation sei lediglich der unwürdige Zustand der Reste der staatlich zerstörten Fettecke beendet worden, teilte Heinz Baumüller mit, der die Aktion mit einer Rede begleitet hatte. Dies sei eigentlich „ein wunderbarer Gedanke“. Er verstehe den Zorn der Beuys-Witwe daher nicht. Schließlich sei kein Beuys-Werk zerstört worden, dieses sei bereits vor 28 Jahren durch den Staat geschehen. Deshalb setze er sich „gegen diesen Trugschluss vehement zur Wehr. Denn Beuys selbst kann dies ja leider nicht mehr.“

„Got to Dance“ stärker, „Offline“ schwächer

Die ProSieben-Tanzshow „Got to Dance“ hat Zuschauer dazugewonnen. 1,96 Millionen schalteten am Donnerstag ein. In der Vorwoche hatte das Format nur 1,70 Millionen erreicht. Schwächer wurde Palina Rojinskis neue ProSieben-Reihe „Offline“, bei der die 29-Jährige ohne Geld und Handy fremde Städte erkunden muss, diesmal war Islands Hauptstadt Reykjavík dran. 970.000 Menschen blieben ab 22.30 Uhr dran. Das Format war eine Woche zuvor mit 1,06 Millionen gestartet. Quotenkönige des Abends waren Frank Elstner und Ranga Yogeshwar. Ihre ARD-Wissenssendung „Die große Show der Naturwunder“ sahen 3,86 Millionen Zuschauer.