Justiz

Neue Runde: Gerichtshof kritisiert Suhrkamp-Insolvenz

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem bisher unveröffentlichten Beschluss zum Suhrkamp-Streit die von Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz angemeldete Insolvenz kritisiert.

„Nach dem Inhalt des Insolvenzplans werden hier alle Insolvenzgläubiger ohne die Notwendigkeit weiterer Sanierungsmaßnahmen voll befriedigt“, schreibt das oberste deutsche Gericht in der am Freitag online gestellten Entscheidung.

Der BGH hatte bereits am Montag mitgeteilt, dass er einem Antrag Barlachs gefolgt ist und dessen Beschwerde gegen die Insolvenz an das Landgericht Berlin zurückverwiesen hat. In dem jetzt im Volltext veröffentlichten Beschluss stärkt der Senat Barlach weiter klar den Rücken. Es liege „auf der Hand“, dass der Hamburger Medienunternehmer durch den Insolvenzplan einen Verlust erleiden könne, heißt es am Ende der 22 Seiten. Der Suhrkamp-Generalbevollmächtigte Frank Kebekus betonte, bei diesen Hinweisen handele es sich nicht um eine Entscheidung in der Sache, sondern lediglich um „Nebenbemerkungen“ des Bundesgerichtshofs. „Sie sind für das Landgericht nicht bindend und in der Sache nicht richtig“, so Kebekus.